Die von der Schweizer Nationalbank (SNB) vorgenommene Anbindung des Franken an den Euro wird seitens der Chinesischen Zentralbank kritisch gesehen. Die SNB strebt eine dauerhafte Abschwächung des Franken an und toleriert zukünftig keinen Euro-Franken-Kurs mehr unterhalb von 1,2000.
Die Schweizer Notenbank werde früher oder später gezwungen werden, Kapitalverkehrskontrollen einzuführen oder steuerliche Maßnahmen zu ergreifen, um spekulative Kapitalzuflüsse in den Franken zu unterbinden, sagte Li Daokui, Berater der chinesischen Zentralbank am Donnerstag. Die Maßnahmen der Schweizer Notenbank kämen dem Versuch gleich, Gift zu trinken, um den Durst zu löschen, so die Meinung. Ein freier Wechselkurs sei der bessere Weg.
EUR/CHF ist als Folge des von der Schweizer Notenbank festgesetzten Mindestkurses von 1,2000 auf aktuell 1,2100 gestiegen. Große Shortspekulationen dürften im Markt zumindest in der nächsten Zeit nicht auf der Agenda stehen.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.



