Der tschechische Zentralbank-Gouverneur Miroslav Singer hat in der Montagausgabe der „Hospodarske Noviny" einen Austritts Griechenlands aus der Eurozone als Option erachtet, sofern man nicht die Bereitschaft habe, dem Land weitere umfangreiche Finanzhilfen aus dem europäischen Strukturfonds zukommen zu lassen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hält der Zentralbanker einen Austritt aus dem Währungsraum und eine Abwertung der neuen griechischen Währung dann für den besten Weg.
Zudem forderte Singer eine stärkere Konzentration auf den europäischen Bankensektor, statt sich zu sehr auf die Griechenland-Thematik zu versteifen. Die Wirtschaft Griechenlands stelle nur zwei Prozent der europäischen Wirtschaftskraft. Zudem hätten die bisherigen Kredithilfen lediglich Zeit erkauft und viele reiche Griechen hätten ihr Geld außer Landes geschafft. Möglicherweise sei nochmals eine Rekapitalisierung des europäischen Bankensektors erforderlich. Selbst einige recht große Institute könnten nochmals einen größeren Kapitalbedarf haben, so die Befürchtung.
EUR/CZK
notiert bei 25,839. Widerstand liegt bei 26,096 (Jahreshoch vom 25.11.2011). Unterstützung bietet die 25,437 (Verlaufstief vom 3.1.2012).
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.



