Die desolate Lage auf dem britischen Arbeitsmarkt führt dazu, dass die Verbraucherausgaben trotz sinkender Inflationsraten kaum ansteigen. Nach Einschätzung der Ökonomen der Citigroup und der ING Group besteht die Gefahr, dass die negativen Effekte der steigenden Arbeitslosigkeit die positiven Effekte der sinkenden Inflation in Bezug auf den Konsum im Jahr 2012 vollständig neutralisieren werden, berichtet Bloomberg.
Die Zahl der Arbeitslosen in Großbritannien ist derzeit so hoch wie zuletzt im Jahr 1994. Die Arbeitslosenquote von 8,4 Prozent war seit dem Jahr 1995 nicht mehr höher. Schätzungen zufolge könnte die Arbeitslosenquote dieses Jahr auf 8,8 Prozent zulegen.
"Der Rückgang der Inflation wird den Konsum kaum verbessern. Die Arbeitslosigkeit wird im Jahr 2012 ziemlich stark ansteigen. Die Realeinkommen fallen immer noch. Auf dem Arbeitsmarkt haben viele Arbeitnehmer bei Lohngesprächen eine schlechte Ausgangsbasis", sagte Michael Saunders, Chef-Volkswirt der Citigroup in London.
Die Inflation lag im Dezember 2011 bei 4,2 Prozent, nach 4,8 Prozent im November. Die Bank of England erwartet bis Ende 2012 einen Rückgang auf 1,7 Prozent. Bis Ende November 2011 lag der jährliche Lohnzuwachs in Großbritannien nur bei 1,9 Prozent, so dass die Realeinkommen im Jahr 2011 deutlich gesunken sind.
EUR/GBP
notiert nach bei 0,8330. Unterstützung liegt bei 0,8219 (Verlaufstief vom 09.01.2011). Kurzfristiger Widerstand findet sich bei 0,8376 (letztes Verlaufshoch).
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.




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