Nach Einschätzung des Vize-Gouverneurs der Bank of England, Charlie Bean, ist die europäische Schuldenkrise durch die Einigung auf ein zweites Rettungspaket für Griechenland noch nicht gelöst. Die Länder der Eurozone, insbesondere jene in der Peripherie, müssen ihre Schulden weiter reduzieren und die Wettbewerbsfähigkeit steigern, äußerte der Notenbanker gestern Abend bei einer Rede in Glasgow.
Die Krise in der Eurozone stufte er als das größte Risiko für das weitere britische Wirtschaftswachstum ein, berichtet Bloomberg. Ein ungeordneter Zahlungsausfall eines Landes des Euroraums würde die britische Wirtschaft erheblich treffen. Dies gelte es zu verhindern. Bean wies zudem auf die nachlassende Inflation in Großbritannien hin. Die jüngsten Unternehmensbefragungen seien ermutigend ausgefallen. Das Wachstum werde in der ersten Hälfte des Jahres 2012 aber nur sehr „träge“ ausfallen.
Die britische Notenbank hat jüngst ihr Aufkaufprogramm für Anleihen um 50 Milliarden Pfund auf 325 Milliarden Pfund erhöht. Um 10:30 Uhr steht heute das Protokoll der letzten Notenbanksitzung zur Veröffentlichung an.
EUR/GBP
notiert aktuell bei 0,8382. Der Kurs läuft seit Anfang Januar zur Seite. Charttechnisch liegt Widerstand bei 0,8402 (Hoch der letzten Woche). Ein Ausbruch über diese Marke könnte den Kurs bis 0,8525 (Tief vom 3. Oktober 2011) steigen lassen. Unterstützung liegt beim Verlaufstief vom 6.2. bei 0,8264.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.




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