Die Staatsschulden in Großbritannien sind erstmals über die Marke von einer Billion Pfund gestiegen. Per Ende 2011 beliefen sich die Schulden auf 1,004 Billionen Pfund oder umgerechnet 1,2 Billionen Euro, wie Daten der britischen Statistikbehörde am Dienstag zeigen. Obwohl die Staatsausgaben um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr sanken und die Einnahmebasis um 7,3 Prozent zulegte, kamen im Haushaltsjahr 2010/11 neue Schulden in Höhe von 127 Milliarden Pfund hinzu.
Die Analysten von Capital Economics (UK Data Response) sehen durch die Verschuldungslage negative Effekte auf das britische Wirtschaftswachstum. „Die Schuldenlage bedeutet eine enorme Herausforderung, um die Finanzlage wieder auf eine nachhaltige Basis zu stellen. Wir erwarten im Jahr 2012 eine Kontraktion der Wirtschaft um 0,5 Prozent“.
Im laufenden Jahr könnte sich das Defizit auf 8,4 Prozent der Wirtschaftsleistung belaufen, so die Experten. Der Maastrichter EU-Vertrag erlaubt nur eine Neuverschuldung von drei Prozent. Die Ratingagentur Moody’s hat jüngst angedeutet, dass Großbritannien aufgrund der Schuldenlage die Bonitätsnote "AAA" verlieren könnte.
EUR/GBP
notiert bei 0,8360. Die nächste große Unterstützung stellt das Verlaufstief vom 9.1.2012 bei 0,8219. Widerstand liegt bei 0,8420 (Verlaufshoch vom 29.12.).
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.




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