Der Leiter des Deutschland-Büros von McKinsey, Frank Mattern, hat sich gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung für einen Austritt Griechenlands aus der Europäischen Währungsunion ausgesprochen. Ein geordneter Austritt aus der Eurozone könnte aufgrund der Abwertung einer neuen Währung die Wettbewerbsfähigkeit des Landes verbessern. Die Auswirkungen eines geordneten Austritts Griechenland auf Länder wie Italien oder Spanien sind seiner Meinung nach vermutlich beherrschbar. Die Gefahr eines Domino-Effektes sieht Mattern nicht.
Der Präsident der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), Thomas Mirow, hat eine gegensätzliche Meinung. Gegenüber dem Handelsblatt (Montagsausgabe) warnte er vor den nicht absehbaren Folgen eines Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone. Niemand könne sagen, was dann passieren würde. Die Gefahren eines möglichen Bank Run und einer Verschärfung der Schuldenkrise seien gegeben. "Investoren würden den Austritt Griechenlands aus der Währungsgemeinschaft als Grund sehen, den Währungsraums generell infrage zu stellen", so der Wortlaut.
EUR/GBP
notiert bei 0,8291. Der Kurs lief die letzten zwei Handelswochen hochvolatil zur Seite. Die nächste große Unterstützung stellt das Verlaufstief vom 9.1.2012 bei 0,8219. Widerstand liegt bei 0,8420 (Verlaufshoch vom 29.12.).
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.




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