In Ungarn steht heute um 14:00 Uhr ein Zinsentscheidung der Zentralbank an. Der Anstieg der Verbraucherpreise lag im Dezember im Jahresvergleich bei 4,1 Prozent und damit oberhalb des Zielwerts der Notenbank von 3,0 Prozent.
Nach Meinung der HSBC (Treasury Research) resultieren aus der Schwäche des Forints Inflationsgefahren. Daher sollte heute eine Zinserhöhung erfolgen. Aufgrund der wieder gesunkenen Risikoaufschläge für die ungarischen Staatsanleihen hält man einen großen Zinsschritt jedoch für eher unwahrscheinlich.
Die ungarische Notenbank steht derzeit verstärkt im Interesse des Kapitalmarktes. Laut Einschätzung der Europäischen Union (EU) ist die Unabhängigkeit der Notenbank gefährdet. In der Vergangenheit hat die ungarische Regierung unter anderem versucht, eine Zinserhöhung der Zentralbanker zu verhindern.
Die HSBC sieht im heutigen Zinsentscheid für die Währungshüter die Möglichkeit, der Politik die Stirn zu bieten und die Unabhängigkeit der Zentralbank zu demonstrieren
EUR/HUF
notiert bei 299,23. Das Allzeithoch bei 323,31 vom 5. Januar stellt den nächsten großen Widerstand. Unterstützung liegt bei 299,03 (Tief vom 5.12.2011). Darunter käme die steigende 200-Tagelinie bei 296,00 ins Visier.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.



