Die Analysten der HSBC identifizieren in ihrem „Devisenkompass Januar“ beim Währungsverhältnis EUR/JPY Kurschancen auf der Longseite und empfehlen somit den Verkauf des japanischen Yen. Aktuell handelt EUR/JPY bei 101,70.
Zum Jahresende wird ein EUR/JPY-Wechselkurs von 107,00 erwartet. In den ersten drei Quartalen wird mit einem Wechselkurs von 105,00 kalkuliert. Für das Jahr 2013 liegt die Schätzung bei 104,00 und sieht dann wieder einen leichten Rückgang vor.
Vor allem die Suche nach einem „Sicheren Hafen“ habe Ende letzten Jahres zum Kursanstieg des Yen beigetragen. Die aktuell wieder steigende Risikofreude und die Entspannung der Schuldenkrise in Europa weisen nach Meinung der Analysten auf eine Abschwächung der Yen-Stärke hin.
Der japanische Handelsbilanzsaldo war im Jahr 2011 als Folge des Erdbebens und des Tsunamis zu Beginn des Jahres erstmals seit dem Jahr 1980 wieder defizitär. Das Minus der japanischen Handelsbilanz soll im laufenden Jahr fortbestehen.
Die Importe sollen mit einer Jahresrate von 4,1 Prozent wachsen, während die Importe nur um 1,8 Prozent zulegen sollen. Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes spiegelt damit nicht die derzeitige Stärke des Yen wieder, so die Einschätzung.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.




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