Die Analysten von Capital Economics (Japan Data Response) sind der Auffassung, dass die japanische Notenbank (Bank of Japan, BoJ) die Abwärtsrisiken für die japanische Wirtschaft durch die globale Wirtschaftsabschwächung unterschätzt. Die Schuldenkrise in Europa sei noch ungelöst und die Auswirkungen in Asien werden zunehmend spürbar, so die Auffassung.
Die Bank of Japan hat im Rahmen des gestrigen Leitzinsentscheids die Wachstumsprognose für die Wirtschaft für die Fiskaljahre 2011 und 2012 leicht gesenkt. Der Ausblick für das Jahr 2013 wurde dagegen angehoben.
Die Wachstumsprognose für das laufende Fiskaljahr wurde auf -0,3 bis -0,4 Prozent reduziert. Capital Economics sieht dagegen ein Minus von 0,8 Prozent als wahrscheinlich an. Das 2012er-Wachstum wird von der BoJ nun in der Spanne von 1,8 bis 2,1 Prozent gesehen, während die Analysten nur ein Plus von 1,2 Prozent erwarten. Für 2013 liegt die neue Wachstumsprognose der BoJ bei 1,4 bis 1,7 Prozent, was die Experten ebenso als viel zu hoch erachten. Sie selber sehen nur ein BIP-Plus von 0,3 Prozent.
EUR/JPY
notiert bei 101,61. Die nächste größere Unterstützung an der Unterseite stellt die 97,01 (das 11-Jahrestief von Mitte Januar). Durch die Überwindung des Widerstands bei rund 100,75 (Verlaufstief vom 3.10.) besteht nun Luft bis zum oberen Bollinger Band bei 103,25.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.




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