Der Euro hat am Montag gegenüber dem japanischen Yen im asiatischen Devisenhandel aufgrund der Ungewissheit über den Ausgang der Verhandlungen Griechenlands mit den privaten Gläubigern über einen Schuldenerlass leichte Abgaben verbucht.
Die Gespräche der griechischen Regierung mit dem Internationalen Bankenverband (IIF) über einen Forderungsverzicht in Höhe von geschätzten 100 Milliarden Euro sind am Wochenende unterbrochen worden. Wie Reuters berichtet, zeigte sich IIF-Chefunterhändler Charles Dallara gegenüber dem Sender Antenna TV zuversichtlich, dass bald eine Vereinbarung erzielt werden könnte.
Die privaten Gläubiger sollen nach letztem Verhandlungsstand auf 70 Prozent ihrer Forderungen verzichten. Angeblich soll es bereits eine Einigung gegeben haben, wonach für die getauschten Anleihen eine Laufzeit von 30 Jahren bei einem Zinssatz von 4 Prozent angedacht war.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) habe dann aber einen Zinssatz von unter 3 Prozent gefordert, um die Schuldentragfähigkeit Griechenlands sicherzustellen, was vom IIF abgelehnt wurde. Durch den Schuldentausch sollen die griechischen Staatsschulden bis zum Jahr 2020 von 160 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf dann 120 Prozent gesenkt werden.
EUR/JPY
notiert bei 99,27. Die nächste größere Unterstützung an der Unterseite stellt die 97,01 (das 11-Jahrestief von Mitte Januar). Widerstand an der Oberseite liegt bei rund 100,75 (Verlaufstief vom 3.10.).
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.




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