Die Deutsche Bank sieht die Topbonität „AAA“ des EU-Rettungsschirms EFSF nach der Herabstufung der Bonität zahlreicher Länder des Euroraums durch die US-Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) am letzten Freitag bedroht. In einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag" zeigte sich Chefvolkswirt Thomas Mayer besorgt, dass der EFSF bei einem zweitrangigen Rating noch genug neue Investoren finden würde. Zudem sei es nach dem Downgrade vom letzten Freitag möglich, dass der Rettungsschirm zukünftig höhere Zinsen bieten müsse, um seine Papiere am Markt zu platzieren.
Seitens S&P wurden Andeutungen gemacht, dass der Euro-Rettungsschirm EFSF bald seine Top-Bonitätsnote „AAA“ verlieren könnte. Laut der Nachrichtenagentur dpa sprach S&P-Experte John Chambers davon, dass der Euro-Rettungsfonds sein Triple-A-Rating behalten könnte, wenn sich unter anderem Deutschland noch stärker für die Eurozone engagieren würde. Der S&P-Chefanalyst für Europa, Moritz Kraemer, zeigte sich weniger optimistisch. „Finden keine Anpassungsmaßnahmen statt, die den Verlust der "AAA"-Garantien der einzelnen Länder kompensieren, müsste das Rating gesenkt werden.“
Der Euro hat am Montag im fernöstlichen Devisenhandel gegenüber dem US-Dollar an Boden verloren. EUR/USD
notiert aktuell bei 1,2634. Widerstand liegt bei 1,2878 (Hoch vom letzten Freitag). Der Kurs notiert aktuell im Bereich des Tiefs vom September 2010 von 1,2644. Unterhalb dieser Marke ist ein Rücksetzer bis zur rund 1,2500 einzukalkulieren.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.




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