Die US-Notenbank Fed wird den Leitzins länger als erwartet auf dem aktuellen Niveau von 0,00 bis 0,25 Prozent belassen. Zudem wurden mit dem gestrigen Zinsentscheid die Schätzungen für das Wirtschaftswachstum, die Arbeitslosenquote und die Kerninflationsrate nach unten revidiert.
Die Projektionen der 17 befragten Mitglieder des Offenmarktausschusses zeigte, dass sechs Notenbanker mit der ersten Zinserhöhung noch vor dem Jahr 2014 rechnen. Fünf erwarten einen Anstieg im Jahr 2014 und die anderen sechs gehen davon aus, dass dies erst im Jahr 2015 oder später geschehen wird.
Ein einfacher Durchschnitt der veröffentlichten Projektionen ergibt einen durchschnittlichen theoretischen Leitzins von 0,35 Prozent per Ende 2012, 0,56 Prozent per Ende 2013 und 1,12 Prozent per Ende 2014. Die entsprechenden Mediane liegen bei 0,25 Prozent, 0,25 Prozent und 1,00 Prozent, wie Capital Economics (USA Updates) ermittelt hat.
Die Notenbanker erwarten für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,2 bis 2,7 Prozent sowie eine Arbeitslosenquote von 8,2 bis 8,5 Prozent. Die Kerninflationsrate soll bei 1,4 bis 1,8 Prozent liegen. Alle drei Schätzungen wurden abwärts revidiert.
Explizite weitere quantitative Maßnahmen (QE) wurden nicht angekündigt. Die Experten von Capital Economics erwarten jedoch, dass ein QE3-Programm zum Kauf hypothekenbesicherter Wertpapiere entweder im März oder April bekannt gegeben werden wird.
EUR/USD
notiert aktuell bei 1,3111 und hat nach dem Entscheid deutlich zugelegt. Der Kurs ist seit dem 16. Januar im Aufwind. Widerstand liegt bei 1,3198 (Hoch vom 21.12.). Unterstützung liegt bei 1,2624, dem 16-Monatstief.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.




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