Der US-Präsident Barack Obama wird am Donnerstag im US-Kongress sein neues Arbeitsmarktprogramm vorstellen. Offenbar beabsichtigt er mit Infrastrukturprojekten den Arbeitsmarkt ankurbeln zu wollen. Am gestrigen Abend sprach er in Detroit davon, dem Arbeitsmarkt durch niedrigere Lohnsteuern und den Bau von Straßen und Brücken Impulse verleihen zu wollen. Es gebe genügend zu tun, so die Meinung.
Infrastrukturprojekte sind bei Politkern traditionell beliebt, da sie vor Wahlen die Arbeitslosigkeit schnell drücken. Nach der Wahl werden die Arbeiter dann wieder arbeitslos. Lohnsteuersenkungen sind dagegen eine nachhaltige Maßnahme, die über lange Zeiträume positive Strukturveränderungen in der Wirtschaft bewirken.
Die Arbeitslosenquote in den USA liegt derzeit bei 9,1 Prozent und damit höher als bei Obamas Amtsantritt. Von wenigen Ausnahmen abgesehen sind amtierende US-Präsidenten nach einer Erhöhung der Arbeitslosenquote während ihrer Amtszeit bei Widerwahlen gescheitert.
EUR/USD notiert nach sechs Tagesverlusten in Folge auch am Dienstag im Minus. Aktuell handelt der Kurs bei 1,4060 und testet das Verlaufstief vom 4. August, dass mit 1,4050 die nächste Unterstützung stellt. Darunter liegt bei 1,4000 die nächste Haltemarke.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.



