Portugal braucht Aussagen der Regierung des Landes zufolge keine weiteren finanziellen Hilfspakete. Das Wirtschaftsblatt „Wall Street Journal“ (WSJ) hat gestern bezweifelt, dass sich Portugal langfristig weiter selbstständig an den Kapitalmärkten refinanzieren kann. Regierungschef Pedro Passos Coelho erteilte diesen Spekulationen gestern Abend in Lissabon eine Absage, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. „Ich bestätige nochmals, dass Portugal nicht um eine Neuverhandlung des Rettungsprogramms bitten wird. Wir werden auch nicht mehr Geld oder Zeit fordern“, so die Worte.
Portugal musste nach Griechenland und Irland als drittes Land der Eurozone ebenso Kredithilfen des Internationalem Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union (EU) in Anspruch nehmen. Für das 78 Milliarden Euro schwere Rettungspaket wurden im Gegenzug umfangreiche Sparprogramme aufgelegt, um das Haushaltsdefizit des Landes zu reduzieren.
Nachdem die Ratingagentur Standard & Poor’s die Bonität portugiesischer Staatsanleihen vor zwei Wochen auf Ramschstatus gestuft hat, liegt das Renditeniveau der portugiesischen Staatsanleihen derzeit über 12 Prozent, was die Refinanzierungskosten in die Höhe treibt.
EUR/USD
notiert aktuell bei 1,3022. Der Kurs ist seit dem 16. Januar im Aufwind. Widerstand liegt bei 1,3072 (Hoch vom 4.1.). Unterstützung liegt bei 1,2624, dem 16-Monatstief von letzter Woche.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.




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