Der Euro hat sich im asiatischen Handel am Freitag gegenüber dem US-Dollar auf einem 2-Wochenhoch gehalten. Händler führten die erfolgreichen Anleiheauktionen von Frankreich und Spanien als Kurstreiber ins Feld. Neuigkeiten gibt es seitens der Ratingagentur DBRS sowie zum ESM-Vertragsentwurf.
Die Ratingagentur DBRS rechnet im Gegensatz zu den Agenturen von Standard & Poor’s und Fitch nicht mit einer Pleite Griechenlands. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, halten die Bonitätswächter diese zwar für generell möglich, erwarten jedoch, dass dieses Szenario verhindert werden wird. Das größte Risiko für die Eurozone ist nach Meinung der Experten eine ungeordnete Pleite des Landes, welche aber vermutlich nicht eintreten wird.
Der Vertragsentwurf zum Rettungsfonds ESM der Euro-Länder sieht vor, dass der Fonds von den Mitgliedstaaten der Eurozone innerhalb von fünf Jahren finanziell aufgefüllt werden soll. Reuters zufolge werden die Euro-Finanzminister das weitere Vorgehen am kommenden Montag beraten. Demnach wird der Fonds zum Starttermin im Juli nur über einen Teil der angestrebten Kapitalbasis von 80 Milliarden Euro verfügen. Die Einzahlungen sollen vermutlich in fünf Jahresraten erfolgen. Der deutsche Anteil am Kapitalstock wird dann knapp 22 Milliarden Euro betragen.
Der ESM ist aufgrund der Kapitalbasis dem provisorischen Rettungsfonds EFSF überlegen, der lediglich auf Garantiezusagen der Mitgliedstaaten beruht. Aufgrund der Barmittel, die als Ausfallrisiko haften, erwartet der Markt, dass der ESM von den Rating-Agenturen die Topbonitätsnote „AAA“ erhalten wird, welche der provisorische EFSF nach der Herabstufung der Bonität zahlreicher Euro-Staaten jüngst verloren hat.
EUR/USD
notiert aktuell bei 1,2963. Widerstand liegt bei 1,3072 (Hoch vom 4.1.). Unterstützung liegt bei 1,2624, dem 16-Monatstief von Anfang der Woche.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.




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