Philadelphia (BoerseGo.de) – Der Präsident der regionalen US-Notenbank in Philadelphia, Charles Plosser, hat sich am Mittwoch in einer Rede vor der Handelskammer in Philadelphia besorgt über mögliche Inflationsgefahren gezeigt. Die Inflation werde sich „in der nahen Zukunft“ moderat entwickeln, dies bedeute aber nicht, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) dieses Thema aus den Augen verlieren dürfe, berichtet MarketWatch.
Die Rohstoffpreise seien derzeit im Rückzug oder würden stagnieren, so dass viele Investoren nicht mit einem deutlichen Anstieg bei den Inflationsraten rechnen würden. Geldpolitiker müssten sich aber stärker auf die mittelfristig zu erwartende Entwicklung konzentrieren.
Aufgrund der Entscheidung der Fed, die Leitzinsen bis Ende 2014 auf dem aktuellen Niveau von 0,00 bis 0,25 Prozent zu belassen, müsse man die Inflationsentwicklung jetzt besonders genau beobachten. Er selbst sei kein Befürworter einer Festlegung für einen derart langen Zeitraum.
Die Wirtschaftsentwicklung habe sich seit Ende des vergangenen Jahres verbessert. Weitere expansive Schritte der Fed könnten sich als kontraproduktiv erweisen, so die Befürchtung. In einem Fernsehinterview hatte sich Plosser in der letzten Woche dafür ausgesprochen, die Leitzinsen noch Ende des Jahres anzuheben.



