Die Verbraucherpreise in China sind im Januar unerwartet stark gestiegen. Daten der chinesischen Regierung zufolge legten die Preise im Jahresvergleich um 4,5 Prozent zu, nach einem Plus von 4,1 Prozent im Dezember. Die Erwartungen hatten nur bei 4,0 Prozent gelegen.
Im November und Oktober hatten sich Anstiege um 4,2 Prozent und 5,5 Prozent eingestellt gehabt. Die chinesischen Erzeugerpreise stiegen im Januar um 0,7 Prozent, nach einem Anstieg von 1,7 Prozent im Dezember. Es war ein Anstieg von 0,8 Prozent vorhergesagt worden.
Ting Lu, China-Ökonom bei der Bank of America Merrill Lynch, führte den Anstieg zum Teil auf das chinesische Neujahrsfest zurück, welches im Vorjahr noch im Februar gelegen hatte, berichtet MarketWatch.
"Es ist schwierig, die Januar-Werte mit denen aus dem letzten Jahr zu vergleichen. Man sollte in die Daten nicht allzu viel hineininterpretieren. Wir selbst hatten einen Rückgang der Inflation auf 3,3 Prozent erwartet. Klarheit werden wir mit den Februar-Daten erhalten“. Die politischen Entscheidungsträger der chinesischen Zentralbank würden jetzt vermutlich eine abwartende Haltung präferieren, fügte Lu hinzu.
Das chinesische State Information Center schätzt, dass das Wirtschaftswachstum in China im ersten Quartal auf 8,5 Prozent sinken könnte. Im vierten Quartal 2011 hatte der Wert 8,9 Prozent betragen. Gleichzeitig könnte die Inflationsrate auf 3,5 Prozent sinken.
USD/CNY notiert bei 6,2966. Auf Sicht von 12 Monaten hat der Kurs um 3,96 Prozent nachgegeben. In den letzten fünf Jahren sank der Kurs um 18,77 Prozent.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.



