Der japanische Handelsbilanzsaldo ist im Jahr 2011 als Folge des verheerenden Erdbebens und des Tsunamis zu Beginn des Jahres erstmals seit dem Jahr 1980 wieder defizitär gewesen. Die Exporte sanken im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent, während die Einfuhren um zwölf Prozent zulegten, wie Daten des japanischen Finanzministeriums am Mittwoch zeigen.
Das Defizit lag im Gesamtjahr bei 2,49 Billionen Yen oder umgerechnet 25 Milliarden Euro. Alleine im Monat Dezember sanken die Exporte um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Konsens hatte zwischen einem Minus von 7,5 und 7,9 Prozent gelegen. Die Importe legten im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 8,1 Prozent zu.
„Ich kann mir eine Ausweitung des Handelsdefizits in den kommenden Jahren gut vorstellen. Die Regierung sucht weiterhin nach einer Lösung für die Bereitstellung der Elektrizität. Ich erwarte nicht, dass wir zur Atomenergie zurückkehren werden“, sagte Masaaki Kanno von JP Morgan Securities in Tokio der Nachrichtenagentur Bloomberg.
USD/JPY
handelt aktuell bei 77,90 und hat in den letzten Stunden um gut 90 Pips zugelegt. Widerstand liegt bei 78,23 (Hoch vom 23.12.2011) und 79,50 (Hoch vom 31. Oktober). Unterstützung liegt beim gestrigen Tagestief bei rund 77,00.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.




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