Japans Finanzminister Jun Azumi hat sich am Donnerstag besorgt über die neuerliche Stärke des Yen gegenüber dem US-Dollar gezeigt und davor gewarnt, dass der Kurs von USD/JPY auf den niedrigsten Stand seit dem 2. Weltkrieg zurückfallen könnte, berichtet Bloomberg.
Die anhaltende Yen-Stärke schade der japanischen Wirtschaft. Die Verbraucherstimmung sei durch die Yen-Stärke bereits belastet, so die Aussage. Verantwortlich für die jüngste Entwicklung ist nach Meinung der japanischen Regierung der Beschluss der US-Notenbank den Leitzins in den USA bis Ende 2014 unverändert bei 0,00 bis 0,25 Prozent zu belassen. „Der Markt zeigt spekulative Züge, die zur Yen-Stärke beitragen. Dies können wir nicht übersehen", sagte Azumi.
Japans größter Hersteller von LCD-Panels Sharp hat letztes Jahr den größten Verlust der Firmengeschichte eingefahren, wobei der Vorstand des Konzerns in erster Linie die Yen-Stärke verantwortlich machte. "Exporte aus Japan heraus sind fast unmöglich. Je mehr Geräte wir verkaufen, desto mehr Geld verlieren wir“, sagte Sharp-Präsident Mikio Katayama gestern in Tokio.
"Es sieht so aus als ob USD/JPY unter 76,00 fällt. Dann könnte es wieder Richtung 75,00 gehen“, sagte Hideo Kumano, Volkswirt bei Dai-Ichi Life Research gegenüber Bloomberg. Aktuell notiert USD/JPY bei 76,10.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.




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