Wie eingangs erwähnt, bestehen neben der technischen-Analyse zwei andere Methoden der Kapitalmarktanalyse. Im Rahmen der fundamentalen Analyse versucht man Aktien anhand betriebswirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Begebenheiten zu bewerten. Bilanzkennzahlen oder die Auftragseingänge einer bestimmten Branche stellen dabei die exogenen Variablen dar. Bei der quantitativen Analyse hingegen, zieht man Zeitreihenanalysen der Kapitalmarktdaten zu Rate. Ziel ist es, Regel- und Gesetzmäßigkeiten am Kapitalmarkt zu erkennen, um daraus auf die Preisbildung von Aktien zu schließen.
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Die Technische Analyse grenzt sich entschieden von der Fundamentalanalyse ab. Dem technischen Analytiker bringen folglich Informationen über die Situation eines Unternehmens keinen wesentlichen Mehrwert. Es gilt die Annahme, alle verfügbaren Marktinformationen würden bereits im Kursverlauf diskontiert werden. Ein weiteres wichtiges Prinzip ist das der ähnlichen Verhaltensmuster. Das bedeutet zum einen, dass sich ein Großteil der Aktien innerhalb eines Index in die selbe Richtung bewegen. Für die Technische Analyse meint dies jedoch auch, dass Aktienkurse in vergleichbaren Situationen dem selben Grundmuster folgen. Die Gruppen- bzw. Anlegerpsychologie ist somit für die technische Analyse ein wichtiges Stichwort. Die Masse verfügt gleichsam über alle zugänglichen (und somit nicht ausreichenden) Informationen, agiert und reagiert also musterhaft. Bei der technischen-Analyse gilt es nun, dieses Grundmuster mit Hilfe der Chartdarstellung des Aktienkurses, aufzuspüren. Zahlreiche Technische Analysen finden Sie auf GodmodeTrader.de
Die Methodik der technischen-Analyse, in Anlehnung an seinen Begründer auch Dow-Theorie genannt, wurde erstmals 1900 bis 1902 in Form einer Kolumne im Wall Street Journal bekannt. Dow war gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Erste, der einen Aktienindex kreierte. Bis dahin lag der Fokus der Anleger auf einzelnen Aktien und deren Kursverlauf. Die Grundtendenzen des Marktes lies man bis dahin noch völlig außer acht. Eine heute selbstverständliche Information über Auf- und Abwärtstrends blieb den Anlegern von damals also verwehrt.