Weizen ist nach Mais das bedeutendste Getreide der Welt. Etwa 20% des Kalorienbedarfs der Weltbevölkerung wird durch Weizen gedeckt. Das Haupteinsatzgebiet ist die Lebensmittelbranche, wobei Mehl das wichtigste Erzeugnis ist. Darüber hinaus wird Weizen u.a. bei der Herstellung von Bier, Whiskey und Speiseöl verarbeitet.
Auch als Futtermittel in der Landwirtschaft wird Weizen, bzw. Weizenheu, eingesetzt.
An den US-Börsen wird zwischen Frühlings- und Winterweizen unterschieden. Im Frühling angebauter Weizen wird im Sommer und im Herbst, Winterweizen im Frühling geerntet. ¾ ...
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Weizen ist nach Mais das bedeutendste Getreide der Welt. Etwa 20% des Kalorienbedarfs der Weltbevölkerung wird durch Weizen gedeckt. Das Haupteinsatzgebiet ist die Lebensmittelbranche, wobei Mehl das wichtigste Erzeugnis ist. Darüber hinaus wird Weizen u.a. bei der Herstellung von Bier, Whiskey und Speiseöl verarbeitet.
Auch als Futtermittel in der Landwirtschaft wird Weizen, bzw. Weizenheu, eingesetzt.
An den US-Börsen wird zwischen Frühlings- und Winterweizen unterschieden. Im Frühling angebauter Weizen wird im Sommer und im Herbst, Winterweizen im Frühling geerntet. ¾ der Jahresproduktion sind Winterweizen.
In der Erntesaison 2002/2003 wurden weltweit 564 Mio. Tonnen Weizen produziert. Das ist ein Rückgang von 2,9% im Vergleich zum Vorjahr. Wichtigster Weizenproduzent war die Europäische Union mit einem Marktanteil von 18%, gefolgt von China (16%), Indien (13%), Russland (9%) und den USA (8%).
Die Nachfrage 2002/2003 betrug 603 Mio. Tonnen und lag somit über dem Angebot. Größter Konsument war China mit einem Anteil von 17%, gefolgt von der EU (16%), Russland (7%) und den USA (5%).
Von den genannten 564 Mio. produzierten Tonnen gelangten nur etwas über 100 Mio. Tonnen auf dem Weltmarkt. Große Teile der Ernte werden von den Produzentenländern selbst verbraucht. Größte Exporteure sind die USA, die EU, Russland und Australien. Größte Importeure sind die EU, Brasilien, Ägypten, Algerien und China.
Nach einem Preisrückgang im ersten Quartal 2003 zog der Preis bis zum Jahresende wieder an und erreichte Anfang April 2004 den Höchststand seit der Ernte 1996/1997. Für diese Aufwärtsbewegung war ein saisonaler Nachfrageüberhang in 2003/2004 verantwortlich, der im übrigen bereits zum sechsten Mal in Folge in der vergleichbaren Saison der Vorjahre aufgetreten ist

3-Monats Future, 2000 - 2004
Quelle: Reuters
Die Lager befanden sich in dieser Zeit (Anfang 2004) auf dem niedrigsten Stand seit 1980. Schlechte Ernten in Europa und China führten dazu, dass China zum ersten mal seit vier Jahren wieder Weizen importieren musste. Seit Anfang April liegt der Weizenpreis in einem steilen Abwärtstrend, weil das Angebot wieder die Nachfrage übersteigt.
Weizen wird an folgenden Börsen gehandelt:
- London International Financial Futures and Options Exchange
- Chicago Board of Trade
- Kansas City Board of Trade
- Minneapolis Grain Exchange
- Mid America Commodity Exchange
- Winnipeg Commodity Exchange
- Sydney Futures Exchange
- Warenterminbörse Hannover
- Marche a Terme International de France
- Budapest Commodity Exchange
- Mercado a Termino de Buenos Aires
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