Liebe Leserinnen, liebe Leser,

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viel Zeit ist vergangen seit meiner letzten "Watchlist" im November, nun wird sie wieder etwas regelmäßiger erscheinen. Der Aktienmarkt steckt seit Anfang Mai in einer heftigen Abwärtskorrektur, welche besonders in Europa schon einige Chartbilder auf bärisch hat schwenken lassen. In den USA sind die Chartbilder der wichtigsten Indizes noch intakt und im übergeordneten Bullenmarkt (siehe gestrige Einschätzung zum NASDAQ100 Index - hier klicken), in Europa sieht es dagegen anders aus. Der DAX hält sich im europäischen Vergleich noch mit am besten, jedoch belasten auch hier die Verkaufsignale aus dem Rest der Eurozone.

Anbei der DAX im Wochenchart mit den gleitenden Durchschnittslinien EMA50 (fett blau) und EMA200 (rot).

Besonders der EMA50 (fett blau) verdient Beachtung, hat er doch in den letzten Jahren immer sauber angezeigt, ob sich der DAX in einem kurzfristigen Bullen- oder Bärenmarkt befindet. Die Interpretation ist folgende: Notiert der DAX oberhalb des EMA50, sind die Käufer am Werk. Rücksetzer an den EMA50 sind also potenzielle Kaufchancen. Durchbricht der Index den EMA50, dreht sich das kurzfristige Bild, ein DAX unterhalb davon zeigt einen tendenziellen Abwärtsmarkt an. In der vergangenen Woche ist der DAX nun deutlich unter den EMA50 gerutscht, womit das kurzfristige Bild ist DAX nur noch neutral zu werten ist. Bei 6.170 - 6.240 Punkten hat der Index nun eine letzte Unterstützungszone. Fällt er auch nachhaltig darunter zurück, steigen die Wahrscheinlichkeiten für weitere Verluste deutlich. Dann kann eine Abwärtsbewegung in Richtung 5.400 - 5.550 Punkte starten. Nach oben hin wäre dringend eine Rückkehr über 6.600 Punkte per Tages- und Wochenschluss nötig, um neue Käufer in den Markt zu locken und eine größere Rally zu starten. Der DAX hängt aktuell also in den Seilen und wartet auf neue Handelssignale.

Angesichts dieses zwiegespaltenen Bildes macht es um so mehr Sinn, zu selektieren, getreu dem Motto: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen! Auf die Börse gemünzt bedeutet dies: Longeinstiege bei starken Aktien suchen, schwache Werte hingegen shorten. Damit wird das Prinzip der relativen Stärke / Schwäche gespielt, welches am Ende eine Win-Win-Situation anstrebt.

Die Idee dahinter ist folgende: Bei fallendem Aktienmarkt werden sich die starken Werte tendenziell besser halten als der Vergleichsindex. Gleichzeitig dürften die schwachen Aktien überproportional stark fallen. Dreht der DAX hingegen nach oben, verhält es sich andersrum. Die starken Aktien werden dynamisch steigen, während sich die schwachen Werte nur mühsam erholen werden.

Nach diesen Kriterien habe ich nun ein paar Aktien ausgesucht, welche für ein solches "Straddle-Spiel" interessant werden. Die Analysen sind dabei kurz gehalten, die wichtigsten Preismarken und Handelsszenarien sind im Chart dargestellt. Der Fokus liegt auf deutschen Werten im mittelfristigen Zeitfenster.

Aktien mit relativer Stärke:

Fuchs Petrolub - Ein massiver Outperformer regelmäßig neuen Allzeithochs, zuletzt Ende April bei 46,00 Euro. Jetzt läuft ein bullischer Rücksetzer an das Ausbruchslevel bei 40,00. Darunter liegt bei 36,30 - 37,30 Euro der mittelfristig zentrale Unterstützungsbereich.

Kursverlauf vom 23.07.2010 bis 23.05.2012 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)

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Kabel Deutschland - Starker Aufwärtstrend mit bullischem Druckaufbau seit letztem Herbst. In dieser Woche wieder am Allzeithoch - trotz schwachem Markt.

Kursverlauf vom 26.03.2010 bis 23.05.2012 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)

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Deutsche Wohnen - Bereits gestern besprochen (hier klicken um zur Analyse zu gelangen)

Kursverlauf vom 04.06.2010 bis 22.05.2012 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)

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SAP - Die SAP Aktie konnte im Februar dynamisch über die Hochs aus 2006 und 2011 ausbrechen, womit ein größeres Kaufsignal aktiv wurde. Jetzt vollzieht die Aktie den bullischen Rücksetzer an das Ausbruchslevel, von wo aus der nächste, große Rallyschub starten kann.

Kursverlauf vom 12.03.2010 bis 23.05.2012 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)

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Bertrandt - Konsolidiert unterhalb des Allzeithochs bei 62,50 Euro, dessen Bruch neue Kaufsignale auslösen würde. Eine Korrekturausdehnung bis 50,00 - 52,00 Euro wäre zunächst unproblematisch.

Kursverlauf vom 12.03.2010 bis 23.05.2012 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)

Aktien mit relativer Schwäche:

Wacker Chemie - Die Wacker Chemie Aktie ist ein massiver Underperformer am deutschen Markt und "klebt" an den Jahres- und 2011er Tiefs. Ein Ausbruch nach unten hin könnte Shortchancen ergeben.

Kursverlauf vom 02.04.2010 bis 22.05.2012 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)

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Heidelberger Druckmaschinen - Auch eine chronisch schwache Aktie, pendelt seit letztem Herbst seitwärts oberhalb von 1,20 Euro. Kippt nun wieder an die Tiefs zurück und droht nach unten hin auszubrechen.

Kursverlauf vom 26.03.2010 bis 23.05.2012 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)

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K+S - Hat sich nie wirklich erholt vom Augustcrash im letzten Jahr und notiert fast wieder am 2011er Tief. Rutscht sie nachhaltig darunter ab, kann es schnell zum 2008er Tief gehen.

Kursverlauf vom 26.02.2010 bis 23.05.2012 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)

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Klöckner - Krasser Underperformer, bereits unter das 2011er Tief bei 8,20 Euro gerutscht. So lange die Aktie unterhalb von 8,20 - 8,60 Euro notiert, bleibt sie damit anfällig für weitere Abgaben zum 2009er Tief bei 5,57 Euro.

Kursverlauf vom 26.02.2010 bis 23.05.2012 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)

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Commerzbank - Einer der schwächsten DAX Werte. Nach dem bärischen Rücklauf an das gebrochene Allzeittief bei 2,22 Euro jetzt wieder auf dem Weg nach unten, in dieser Woche Rücklauf an das letzte Ausbruchslevel bei 1,46 - 1,49 Euro. Direkter Rutsch zum Allzeittief und tiefer könnte jetzt anstehen, Absicherung von Shorts wäre eng möglich oberhalb von 1,55 Euro.

Kursverlauf vom 12.02.2010 bis 23.05.2012 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)

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Viel Erfolg,
André Rain - Technischer Analyst bei GodmodeTrader.de

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Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert

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