Vom Rekordhoch aus dem Jahr 2008 ist der Aluminiumpreis meilenweit entfernt. Schuld daran ist das deutliche Überangebot.

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    „Zwischen 2004 und 2014 nahm die weltweite Aluminiumproduktion um 67 Prozent zu. Der größte und dominanteste Hersteller von Aluminium ist China, wo die Produktionsmenge in den vergangenen zehn Jahren aufgrund des enormen Wirtschaftswachstums um 260 Prozent angestiegen ist. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate, Island und Indien haben von 2004 bis 2014 einen deutlichen Zuwachs verzeichnet. Die dortigen Produktionsmengen stiegen um 243 Prozent, 176 Prozent und 105 Prozent", berichtet ETF Securities. Im Gegensatz dazu habe sich das Aluminiumangebot aus den USA, die 2002 der weltweit größte Aluminiumproduzent gewesen seien, im gleichen Zeitraum um 32 Prozent verringert. Immer wieder müssen US-Aluminiumunternehmen schließen, weil sie mit der Billigkonkurrenz vor allem in China nicht mehr mithalten können. Auf das Reich der Mitte dürfte dieses Jahr nach Schätzung von Experten 55 Prozent der weltweiten Aluminiumproduktion entfallen.

    Aluminiumnachfrage steigt an

    Angestiegen ist trotz der Konjunkturschwäche auch die Nachfrage. Zwischen 2004 und 2014 legte der weltweite Aluminiumverbrauch laut ETF Securities um 68 Prozent zu, was überwiegend auf die Nachfrage aus Schwellenländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bulgarien, Marokko und Weißrussland zurückging. Der größte Verbraucher sei dabei China, wo die Nachfrage in den vergangenen zehn Jahren um 295 Prozent zugenommen habe. In Indien sei der Verbrauch um 77 Prozent gestiegen, während er in den USA im selben Zeitraum um neun Prozent zurückgegangen sei. In der EU sei die Nachfrage weitgehend unverändert geblieben. Bis 2020 werde mit einer Nachfragezunahme um 114 Prozent gerechnet. Auch in den USA und Kanada stieg zuletzt wieder die Nachfrage. Größter Abnehmer wird aber nach wie vor China bleiben. Ein Nachfragehoch in China erwartet der chinesische Industrieverband in fünf Jahren mit einem Bedarf von 44 Mio. Tonnen. Fürs nächste Jahr wird dem Bericht zufolge ein Aluminiumverbrauch von 32,8 Millionen Tonnen veranschlagt. Das entspräche einem Plus von 7,2 Prozent zum Vorjahr. Hauptpreistreiber sei der vermehrte Bedarf dieses Werkstoffes für den Bau leichterer Fahrzeuge und Flugzeuge.

    Preisverfall bei Aluminium konnte gestoppt werden

    Zuletzt konnte der Preisverfall leicht gestoppt werden. Dafür sorgte unter anderem die Einigung wichtiger chinesischer Alu-Produzenten, die Produktionskapazitäten um 500.000 Tonnen zu senken, womit das Gesamtvolumen der reduzierten Produktion auf 5 Mio. Tonnen steigt. 2016 wird auf eine Ausweitung der Produktionskapazitäten verzichtet, stillgelegte Produktionen sollen auch nicht reaktiviert werden Trotzdem prognostizieren Experten auch für 2016 einen weltweiten Marktüberschuss von 14 Mio. Tonnen, so dass mit größeren Preisaufschlägen sicherlich nicht zu rechnen ist. Aber angesichts der deutlich gesunkenen Preise ist eine leichte Erholung keinesfalls auszuschließen, vor allem, wenn die Konjunktur in China und anderen Schwellenländern anspringen sollte.

    Mit dem ETFS Aluminium (WKN: A0KRJS) können mutige, antizyklisch agierende Anleger auf eine Kurserholung setzen.