London (BoerseGo.de) - Der europäische Rohstoffsektor ist jetzt im Plus - sowohl auf Wochen- als auch auf Monatssicht. In der Woche bis zum 21. Januar hatten die Anleger 88,9 Millionen Dollar in ETFs investiert, die den STOXX Europe 600 Basic Resources abbilden, wie aus der wöchentlichen Sektoren-Studie von BlackRocks ETF-Expertin Deborah Fuhr hervorgeht. Damit liegt der Rohstoff-Sektor, der vor allem im letzten Quartal von 2010 hohe Abflüsse über sich ergehen lassen musste, in diesem Jahr erstmals im grünen Bereich. Auf Monats- und damit auch auf Jahressicht haben die ETF-Anleger diesem Sektor 63,3 Millionen Dollar anvertraut. Seit Jahresbeginn konnte das gesamte verwaltete Vermögen hier um 1,4 Prozent auf rund 1,38 Milliarden Dollar zulegen. Der zugrunde liegende Index dagegen hat seit Anfang 2011 um 3,3 Prozent nachgegeben.

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Die dritte Kalenderwoche von 2011 war gemessen an den Zuflüssen eine gute Woche für ETFs auf die Sektoren-Familie des STOXX Europe 600. Abgesehen vom Chemie- sowie vom Öl- und Gassektor lagen die 17 anderen Sektoren allesamt im Plus. Insgesamt lagen die Zuflüsse der dritten Kalenderwoche bei 808,4 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Die Zuflüsse seit Anfang des Jahres kommen somit auf 976,9 Millionen Dollar. Der Sektor, der am stärksten zulegen konnte und damit auch insgesamt vorne liegt, ist der europäische Bankensektor. Bis zum 21. Januar zog er 166,7 Millionen Dollar an frischen Anlegergeldern an und summierte damit sein aktuelles Jahresplus auf 227,9 Millionen Dollar. Der zu Grunde liegende Index ist seit Jahresbeginn um 12,6 Prozent gestiegen. Nach Assets under Management ist der Bankensektor noch vor dem Rohstoffsektor der gewichtigste. Das verwaltete Vermögen liegt bei 1,68 Milliarden Dollar.

Auch der Automobilsektor konnte sich von den Abflüssen der Vorwoche erholen. Die Anleger hatten dort in der Woche bis zum 14. Januar 77,3 Millionen Dollar abgezogen. In der Folgewoche schlugen sie die Gegenrichtung ein und vertrautem diesem Sektor 132,3 Millionen Dollar. Auf Jahressicht überwiegen die Zuflüsse und liegen bei 37,9 Millionen Dollar.

Der Öl- und Gassektor ist der Sektor mit dem dritthöchsten verwalteten Vermögen. Die Assets under Management liegen bei 1,13 Milliarden Dollar. Zwar zogen die Anleger hier 4,6 Millionen ab, auf den gesamten Januar betrachtet fällt das kaum ins Gewicht. Hier liegt dieser Sektor mit 96,7 Millionen Dollar im Plus. Der Chemiesektor dagegen hat sein Minus auf Jahressicht auf 34,8 Millionen Dollar ausgebaut. Allein in der Woche bis zum 21. Januar zogen die Anleger hier 16,7 Millionen Dollar ab.