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    Solche Tage wie gestern sind mit Vorsicht zu genießen, steht für den DAX® im Tagesbereich doch ein sog. „outside day“ zu Buche, der sogar die Schwankungsbreiten der letzten beiden Tage ausgedehnt hat. Darüber hinaus ergibt sich aus Candlesticksicht ein klassischer „Kreisel“. Ein solches Kursmuster mit kleinem Kerzenkörper und markantem oberem sowie unterem Schatten bringt eine gewisse Unsicherheit der Marktteilnehmer zum Ausdruck und sollte prozyklisch gehandelt werden. Deshalb dient ein Anstieg über das gestrige Hoch bei 6.642 Punkten als Signalgeber dafür, dass die Hochpunkte von April/Mai bei gut 6.800 Punkten tatsächlich angepeilt werden. Unter dem Strich scheint das „offene Visier“ der letzten Tage aufgrund der mehrfach beschriebenen Inselumkehr aber nicht mehr angebracht zu sein, denn auf der Unterseite würde ein Abgleiten unter das gestrige Tagestief bei 6.476 Punkten eine größere Atempause einläuten. In der Folge müssten Anleger einen Test des ehemaligen Abwärtstrends seit Ende März (akt. bei 6.341 Punkten) einkalkulieren, bevor die 200-Tages-Linie (akt. bei 6.308 Punkten) in den Fokus rückt.

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    Euro Bund Future: Auf dem Weg zu alter Stärke

    Aus dem frischen Einstiegssignal seitens des trendfolgenden MACD sowie dem Anstieg über das Hoch vom 26. Juni bei 142,26 konnte der Euro-BUND-Future gestern weiter Kapital schlagen. Mit dem Aroon ist zudem ein weiterer Trendfolger dem Beispiel des MACD gefolgt, was für zusätzlichen Rückenwind sorgen dürfte. Aus Bullensicht gilt es nun, die Widerstandszone aus dem Hoch von Mitte Juni bei 143,09 und der 38-Tages-Linie (akt. bei 143,11) aus dem Weg zu räumen. Im Erfolgsfall lauert die nächste Hürde erst wieder in Form des historischen Hochstandes von Anfang Juni bei 146,89. Untermauert wird diese Einschätzung durch das Chartbild der 10-jährigen Rendite. Das Spiegelbild des Euro-BUND-Future vollzog zuletzt einen nahezu idealtypischen Pullback an die Schlüsselwiderstandszone zwischen 1,64 % und 1,71 %, wodurch der übergeordnete Trend zu fallenden Renditen erneut eine Bestätigung erfahren hat. Ernsthafte Gefahren drohen dem Euro-BUND-Future deshalb erst, wenn die bedeutende Haltezone aus dem adjustierten Haussetrend seit April 2011 (akt. bei 140,39), den diversen Hochpunkten bei gut 140 sowie der 200-Tages-Linie (akt. bei 140,39) verletzt wird.

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    EUR/USD: Jeder Erholungsansatz verläuft im Sand

    Der Euro kommt derzeit im Vergleich zum US-Dollar einfach nicht zur Ruhe. Nachdem der „Freudensprung“ vom Freitag vergangener Woche bereits vor den zyklischen Hochs von Mitte Juni bei knapp 1,2750 USD zum Erliegen kam, nimmt der Druck auf die Einheitswährung aktuell wieder zu. Hierfür sorgt vor allem der gestrige Bruch des Erholungstrends seit Anfang Juni (akt. bei 1,2443 USD), wodurch die jüngste Atempause übergeordnet als (abwärts-)trendbestätigende Flagge interpretiert werden muss. Diese Weichenstellung stellt unmittelbar die horizontale Haltezone aus dem Tief vom Herbst 2008 und dem bisherigen Jahrestief bei 1,2328/2286 USD zur Disposition. Muss auch diese Bastion aufgegeben werden, droht sogar ein Wiedersehen mit dem Sechs-Jahres-Tief vom Juni 2010 bei 1,1875 USD. Für Gegenwind sorgt zudem der an dieser Stelle bereits vielfach angeführte US-Präsidentschaftszyklus. Auf dem Weg zum zyklischen EUR-Tief, das regelmäßig knapp vor dem eigentlichen US-Wahltermin ausgeprägt wird, gerät die Einheitswährung häufig im Juli nochmals unter Druck. Übergeordnet hat der Euro zur US-Valuta solange einen schweren Stand, wie eine Rückeroberung des alten Aufwärtstrends seit 2001 (auf Wochenbasis akt. bei 1,2887 USD) auf sich warten lässt.

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