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    Der DAX® konnte gestern seinen Siegeszug vom Vortag nicht fortsetzen. Neben der im Vergleich zur Vorperiode geringen Schwankungsbreite fällt die Tatsache ins Auge, dass die letzten beiden Tageshochs bei 6.801/13 Punkten relativ dicht beieinander liegen. Ein Sprung über die beiden angeführten Hürden sehen wir als zwingende Voraussetzung dafür an, dass die nächsten Anlaufmarken in Form des Tiefs vom 29. März bei 6.842 Punkten bzw. der 38-Tages-Linie (akt. bei 6.895 Punkten) tatsächlich noch ins Visier genommen werden. Übergeordnet dürfte ein Spurt über die nach unten drehende Glättungslinie aber ein schwieriges Unterfangen werden. In unserem „sell the rallies“-Szenario sollten Anleger vielmehr nach wie vor die Tiefs vom 7. März und 11. April bei 6.613/03 Punkten auf der Agenda haben, denn spätestens das Rebreak dieser Marken würde der jüngsten Aufwärtsreaktion ein jähes Ende bereiten. In der Folge müssten Anleger sogar einen Test der alten Ausbruchszone aus dem „Fukushima-Tief“ vom März des vergangenen Jahres und dem Erholungshoch von Ende Oktober 2011 bei 6.483/31 Punkten einplanen, deren Bedeutung zusätzlich durch das 38,2%-Retracement des Hausseimpulses seit Ende November (6.496 Punkte) untermauert wird.

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    Euro-Bund-Future: Im Westen nichts Neues

    Der Euro-BUND-Future liegt nach wie vor stabil auf hohen Niveau zwischen den von uns zuletzt definierten charttechnischen Triggermarken. Auf der Oberseite kommt den Rekordständen bei 140,52/56 signalgebender Charakter zu. Ein Spurt auf ein neues Allzeithoch würde u. E. den Boden für einen Anlauf auf den ehemaligen Aufwärtstrend seit April 2011 (akt. bei 141,06) bereiten. Jenseits dieser Hürde bildet die 138,2%-Fibonacci-Projektion des Korrekturimpulses vom März (142,56) dann den letzten verbliebenen Widerstand. Nach Süden sollten Anleger dagegen unverändert die Kombination aus dem Tief vom 12. April bei 139,49 und der Aufwärtskurslücke vom 10. April (139,45 zu 139,38) im Blick haben. Gelingt es den Rentenmarktbären das Zinsbarometer unter diese Bastion zu drücken, dürfte doch noch eine Konsolidierung in Richtung des Februartiefs bei 136,93 bzw. der 200-Tages-Linie (akt. bei 136,45) losgetreten werden. Die 38-Tages-Linie (akt. bei 138,59) definiert vorher noch einen wichtigen Zwischenhalt. Im charttechnischen Niemandsland zwischen den beiden angeführten Triggermarken sollten Anleger derzeit ihr Pulver trocken halten.

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    Euro Stoxx 50: Bären haben die besseren Karten

    Seit dem bisherigen Jahreshoch von Mitte März bei 2.611 Punkten mussten die europäischen Standardwerte bereits wieder ordentlich Federn lassen. Charttechnisch bedeutsam ist dabei zunächst einmal das erneute Abgleiten unter das Tief vom Mai 2010 bei 2.448 Punkten – im August 2011 hatte das Unterschreiten dieses Levels eine große Toppbildung komplettiert. Aber auch der Bruch des Erholungstrends seit September 2011 (akt. bei 2.390 Punkten) sowie der Rückfall unter die 200-Tages-Linie (akt. bei 2.364 Punkten) sorgen für weitere Nackenschläge. Solange der Euro Stoxx 50 insbesondere unterhalb der beiden zuletzt genannten Barrieren notiert, sollten Anleger „bullishe Gedankenspiele“ auf Eis legen. Bei einem Rutsch unter das jüngste Verlaufstief bei 2.280 Punkten muss vielmehr ein Schließen der Kurslücke von Ende November 2011 bei 2.129/21 Punkten einkalkuliert werden. Knapp darunter markieren die Tiefpunkte vom August und November 2011 bei 2.077/66 Punkten die nächste Auffangzone. Das angeschlagene Chartbild wird von Seiten der trendfolgenden Indikatoren untermauert. So warten MACD und Aroon auf Wochenbasis erstmals seit Herbst vergangenen Jahres mit synchronen Verkaufssignalen auf.

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    ThyssenKrupp AG: Anlagezertifikate als Alternative

    Bereits gestern hatten wir an dieser Stelle in Bezug auf die Thyssen-Aktie aufgrund des im Bereich des Aufwärtstrends seit November 2008 (akt. bei 17,46) ausgeprägten „morning stars“ Erholungstendenzen auf dem Radar. Das Candlestick-Umkehrmuster verhalf dem Stahltitel gestern zur „Pole Position“ unter den deutschen Standardwerten, so dass nun der Widerstandsbereich aus verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten zwischen 19,68 EUR und 20,97 EUR und der 200-Tages-Linie (akt. bei 21,01 EUR) das nächste Anlaufziel absteckt. Als Absicherung bietet sich unverändert die Kombination aus dem o. g. Haussetrend und dem jüngsten „swing low“ bei 17,31 EUR an. Aber auch Investoren, die die zukünftigen Perspektiven des Papiers nicht ganz so optimistisch einschätzen, bieten die unten stehenden Capped-Bonus-Zertifikate attraktive Seitwärtsrenditen. Hier gilt es vor allem die entsprechenden Haltemarken zu definieren, die vor dem Eintritt des Schwellenereignisses schützen. Neben dem Basisaufwärtstrend sind besonders die Tiefs vom letzten Quartal 2011 bei 16,74/70/64 EUR anzuführen. In der konservativsten Produktausgestaltung hilft sogar das Mehrjahrestief vom November 2008 bei 11,71 EUR.

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