Aktienmarkt

    Die Börse in Shanghai verliert zum Jahresstart nach schwachen Daten aus der Industrie knapp sieben Prozent und vermiest damit auch den Marktteilnehmern in Deutschland die Stimmung. Nach dem Einbruch beim Shanghai Composite von 6,85 Prozent in der Spitze ist der Aktienhandel in China am Montag für den Rest des Tages ausgesetzt worden. Damit wurde ein neuer Sicherungsmechanismus aktiviert, der allzu große Schwankungen an den Aktienmärkten des Landes verhindern soll.

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    Der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe im Reich der Mitte ist im Dezember überraschend von 48,6 auf 48,2 Punkte gesunken und damit auf den tiefsten Stand seit September gefallen. Ökonomen hatten mit einem Anstieg an die Wachstumsschwelle von 50 Punkten gerechnet. „Das zeigt, dass die Kräfte für eine wirtschaftliche Erholung auf Hürden gestoßen sind und die Wirtschaft vor einem größeren Risiko einer Abschwächung steht", sagte der Chefökonom He Fan von „Caixin".

    „Die erste Handelswoche im neuen Jahr kann durchaus turbulenter werden", sagte Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner. Etliche Themen, „die gegen Ende 2015 eher untergeordnet gewesen waren", könnten erneut in den Fokus rücken. Lipkow verwies unter anderem auf Konjunktursorgen in China sowie die jüngst vollzogene Zinswende in den USA. Den Deutsche Aktienindex lassen die Geschehnisse in Fernost nicht kalt. Eine halbe Stunde vor Börseneröffnung wird der X-DAX als außerbörslicher Indikator auf den DAX mit 2,40 Prozent schwächer bei 10.480 Punkten gehandelt.

    Der Euro legt zum Jahresbeginn zu und kletterte zwischenzeitlich wieder knapp über die Marke von 1,09 US-Dollar. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung am Montag 1,0888 US-Dollar. Auch am Devisenmarkt sorgte China für Aufsehen. Die Zentralbank in Peking hat den Referenzkurs für den Yuan über der Marke von 6,50 Dollar festgesetzt. Damit ist der Yuan so schwach wie zuletzt im Mai 2011.

    Lagarde rechnet mit enttäuschendem Wirtschaftswachstum in diesem Jahr

    Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), geht für dieses Jahr von einem enttäuschenden Wachstum der Weltwirtschaf aus. Hintergrund seien politische Unsicherheiten und eine stärkere wirtschaftliche Schwankungsanfälligkeit rund um den Globus, führt Lagarde in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt aus. Als Ursache für die instabile Wirtschaftslage sieht sie anderem den Konjunkturabschwung in China und die Aussicht auf weiter steigende Zinsen in den USA. Tatsächlich habe sich das Wachstum des Welthandels deutlich verlangsamt, und der Rückgang der Rohstoffpreise stelle rohstoffbasierte Volkswirtschaften vor Probleme.

    EZB bekräftigt Bereitschaft zu weiteren Maßnahmen

    Die Europäische Zentralbank (EZB) hat erneut ihre Bereitschaft bekräftigt, die Geldpolitik falls notwendig weiter zu lockern, um das mittelfristige Inflationsziel von knapp unter zwei Prozent auch tatsächlich zu erreichen. „Wir haben ganz sicher unsere Werkzeuge, die helfen könnten, unser Ziel zu erreichen, und wenn das nötig werden sollte, werden wir diese auch nutzen“, sagte EZB-Vizepräsident Vitor Constancio der „Börsen-Zeitung“.

    Daimler stellt höhere Dividende in Aussicht

    Daimlers Finanzvorstand Bodo Uebber hat für 2015 eine höhere Dividende ins Spiel gebracht. Er wolle den Beratungen des Aufsichtsrats und deren Vorschlag für die Hauptversammlung zwar nicht vorgreifen, so Uebber. Es sei aber schon jetzt klar, dass es eine „sehr attraktive Dividende" geben werde, sagte er dem Magazin "Euro am Sonntag“.

    Adidas ist zuversichtlich für 2016

    Der Sportartikelkonzern adidas hat im vergangenen Jahr in China einen neuen Umsatzrekord erzielt. „In China werden wir 2015 mehr als zwei Milliarden Euro umsetzen. China ist damit unser zweitwichtigster Markt hinter den USA, und das trotz der wirtschaftlichen Probleme dort", sagte Vorstandschef Herbert Hainer der "Süddeutschen Zeitung“. Für das laufende Jahr bleibt Hainer optimistisch. „Ich bin sehr zuversichtlich, unsere Orderbücher für das erste Halbjahr 2016 sind voll. Als Konzern planen wir wieder ein deutliches Plus bei Umsatz und Gewinn“.

    Windbranche in Deutschland erlebt Flaute

    Der Zuwachs bei Windenergie an Land in Deutschland fiel im vergangenen Jahr deutlich schwächer aus als im Vorjahr. In den ersten drei Quartalen 2015 wurden hierzulande 675 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 1.821 Megawatt installiert. Zum Vergleich: 2014 wurden insgesamt 4.750 Megawatt installiert.

    Grexit die bessere Lösung?

    Der Wirtschaftsflügel der CDU hat Griechenland eine mangelnde Umsetzung der Auflagen der Geldgeber vorgeworfen. Athen liege mit den Reformen nicht im Zeitplan, sagte der Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU, Wolfgang Steiger, der dpa. Es sei eine Frage der europäischen Glaubwürdigkeit, nicht über immer neue Aufschübe oder sogar einen neuen Schuldenschnitt zu diskutieren. Nach Ansicht Steigers wird immer deutlicher, dass ein befristeter Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone die beste Lösung gewesen wäre. „Die Euro-Zone braucht endlich eine klare Regelung über ein Ausscheiden von Mitgliedern und eine Staateninsolvenzordnung“, sagte Steiger.

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