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    Bestärkt von dem noch am Vortag ausgeprägten „Hammer“ – einem Candlestickmuster, das nach vorherigen Kursverlusten einen positiven Stimmungswandel signalisiert – versuchte der DAX® gestern nach Kräften, seine Ausgangslage zu verbessern. Etappensiege wurden dabei zwar keine gefeiert, immerhin gelang es dem deutschen Leitindex aber, ein wenig Druck von der wegweisenden Unterstützungszone bei rund 6.500 Punkten zu nehmen. Letztere speist sich aus dem Aufwärtstrend seit September 2011 (akt. bei 6.527 Punkten) und dem Fukushima-Tief sowie dem Oktoberhoch 2011 bei 6.483/31 Punkten und gilt als Triggermarke für den Abschluss einer markanten Schulter-Kopf-Schulter-Formation mit einem drohenden Abschlagspotential von gut 600 Punkten. Um den Bullen zu einer besseren Ausgangslage zu verhelfen, ist aber nach wie vor Einsatz erforderlich. Erste Hürden wären mit einem Sprung über das zyklische Tief vom März bei 6.613 Punkten und der 90-Tages-Linie (akt. bei 6.686 Punkten) genommen. Die drohende Toppbildung ist aber erst mit einer Eroberung des jüngsten Verlaufshochs bei 6.876 Punkten Geschichte. Noch stehen die technischen Indikatoren markanten Kursgewinnen aber im Weg.

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    Euro-Bund-Future: Den Bogen überspannt?

    Auch gestern hatte es zunächst den Anschein, als würde der Euro-BUND-Future seine Erfolgsgeschichte der letzten Wochen erfolgreich fortsetzen. Zwar mussten zum Handelsbeginn moderate Kursverluste hingenommen werden, bis zum Mittag drang das Rentenbarometer jedoch wieder bis in den Bereich des am Vortag verzeichneten Allzeithochs bei 143,03 vor (Tageshoch: 143,00). Dieses Niveau konnte indes nicht verteidigt werden, was möglicherweise ein erster Hinweis auf eine bevorstehende Korrektur ist. Fällt der Future unter den kurzfristigen Aufwärtstrend seit Ende April (akt. bei 142,17), könnte ein Abwärtsimpuls eingeleitet werden, in dessen Verlauf in einem ersten Schritt die alten Rekordstände bei 141,38/37 ins Visier genommen würden. Ein größeres Korrekturpotential dürfte sich einstellen, wenn die verschiedenen Hochpunkte bei rund 140 ½ nicht verteidigt werden. Bis dahin müssen die Rentenbären jedoch noch beweisen, dass sie über eine entsprechende Ausdauer verfügen. Zwar sind die technischen Indikatoren im kurzen Zeitfenster nach unten abgekippt, im Tagesbereich sind diese jedoch nach wie vor positiv zu interpretieren und weisen (noch) keine Anzeichen von Schwäche auf. Die Vorgaben lassen zudem auf eine freundliche Eröffnung schließen.

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    USD/JPY: Ein heißes Eisen

    Der US-Dollar wurde zum japanischen Yen zuletzt rabiat im Bereich der horizontalen Widerstände aus dem Tief von 2009 und dem Hoch von 2011 bei 84,81/85,55 JPY ausgebremst und zur Umkehr gezwungen. Dabei fiel der Greenback auf ein überaus kritisches Terrain zurück, dürfte doch ein Sturz unter die Unterstützungszone aus den Tiefs vom Juni bzw. Mai 2011 bzw. vor allem dem Hoch vom Oktober 2011 bei 79,68/54 JPY weiteres Abwärtspotential freisetzen. Die angeführte Haltezone ist von besonderer Bedeutung, da in diesem Bereich erst im Februar eine markante Bodenbildung ihren Abschluss fand. Die untere Umkehr wäre mit einem Sturz unter das Niveau von rund 80 JPY wieder negiert. Kurzfristig lässt sich im Falle der negativen Weichenstellung noch das Cluster aus dem alten Abwärtstrend seit 2007 (akt. bei 78,68 JPY) und der 200-Tages-Linie (akt. bei 78,41 JPY) als wichtige Anlaufmarke ausmachen. Unmittelbar im Anschluss droht dann jedoch bereits ein Wiedersehen mit den Allzeittief bei 75,55 JPY. Mit Blick auf die technischen Indikatoren liegt ein solches „Déjà-vu“ durchaus im Bereich des Möglichen, dominieren doch auf Wochen- und auf Tagesbasis sowohl beim MACD als auch beim Stochastik die Verkaufssignale.

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