Die Euro-Krise bleibt auch weiterhin das zentrale Thema an den Aktienmärkten dieser Welt. Ein möglicher Euro-Austritt Griechenlands wird dabei spätestens seit dem Wahlerfolg der Parteien, die den Sparkurs ablehnen, immer stärker diskutiert. Diese Diskussion und die daraus resultierenden Sorgen vor den möglichen Folgen einer Rückkehr Griechenlands zu einer eigenen Währung lassen die Investoren verstärkt Vorsicht walten und sorgen für sinkende Aktienkurse, auch beim deutschen Leitindex DAX.

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    Zwar konnte die Erklärung des G8-Gipfels, dass Griechenland in der Eurozone gehalten werden solle, für eine kurze Erholung am deutschen Aktienmarkt sorgen, allerdings war der Glaube daran relativ schnell verflogen. Das Auf und Ab der Märkte ist nach wie vor präsent. Uns dürfte dieses Thema mindestens bis zu den Neuwahlen am 17. Juni und dem EU-Gipfel Ende Juni aber auch darüber hinaus beschäftigen und für Verunsicherung bei den Investoren sorgen. Ein wenig Hoffnung gab es in dieser Frage aber auch. Denn in den jüngsten Umfragen hat die konservative Nea Dimokratia in Griechenland einen knappen Vorsprung vorzuweisen, was das Einsehen des griechischen Volkes bedeuten würde, dass die verabschiedeten Maßnahmen für einen Euroverbleib des Landes zwar schmerzhaft aber notwendig sind.

    Es sind aber nicht nur die Griechen, die augenscheinlich auf dem Parkett Sorgen machen. Die sich

    zunehmend verschärfende Situation in Spanien macht ebenfalls nervös. Aufgrund der notwendig gewordenen Rettungsmaßnahmen für das Finanzinstitut Bankia und der steigenden Renditen für spanische Staatsanleihen kommen Befürchtungen hoch, dass die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone bald unter den europäischen Rettungsschirm schlüpfen könnte. Die Investoren entziehen dem Land immer mehr das Vertrauen, da Spanien wiederum mit immer größeren Problemen wie dem in Schieflage geratenen Bankensektor, einer schwächelnden Konjunktur und einer enormen Arbeitslosigkeit zu kämpfen hat. In dieser Situation scheinen sich die Euro-Länder einig darüber zu sein, dass neben der Haushaltsdisziplin das Thema Wachstum verstärkt angegangen werden muss. Allerdings bestehen über die Ausarbeitung und die Finanzierung solcher Wachstumsimpulse immer noch erhebliche Differenzen. Beispielsweise lehnt Deutschland die von Frankreichs neuem Staatspräsidenten Francois Hollande geforderten Euro-Bond weiterhin vehement ab.

    Für Deutschland dürfte die Aufnahme gemeinsamer Schulden in der aktuellen Situation auch deshalb kaum in Frage kommen, da man sich zu historisch niedrigen Zinsen an den Kapitalmärkten verschulden kann - da deutsche Staatsanleihen als eine Art „Sicherheitsanker“ angesehen werden. Doch auch Deutschland musste jüngst wieder etwas schwächere Konjunkturindikatoren verzeichnen. Nachdem das Wachstum im ersten Quartal des Jahres mit 0,5 Prozent überraschend gut ausgefallen ist, gab es beim ifo-Geschäftsklimaindex und beim Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie deutliche Rückgänge zu verzeichnen. Alles in allem erscheint also die Gesamtsituation am Aktienmarkt weiter angespannt zu sein. Oder anders formuliert: Ruhige Märkte sehen anders aus...

    Spekulative Anleger, die davon ausgehen, dass der deutsche DAX in diesem Umfeld dennoch wieder deutliches Aufwärtspotenzial aufbauen wird, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN 952492) auf eine solche Kursbewegung setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,43, die Knock-Out-Schwelle bei 3.870 Indexpunkten. Auf der anderen Seite: Wer als spekulativer DAX-Anleger auf der Short-Seite aktiv werden will, könnte dieses Szenario mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DB04C2, aktueller Hebel 2,53; Knock-Out-Schwelle bei 8.760 Indexpunkten) traden.

    Stand: 30.05.2012

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