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Der DAX® startete verhalten in die neue Woche, denn anders als an den letzten drei Handelstagen steht dieses Mal kein markanter unterer Schatten, sondern das entsprechende Pendant auf der Oberseite zu Buche. In diesem Kursmuster spiegelt sich der Respekt der Marktteilnehmer vor der runden 7.000er-Marke wider. Neben den gestern beschriebenen Wermutstropfen seitens der grundsätzlichen Marktverfassung sowie der im Stundenbereich (RSI, MACD) vorliegenden negativen Divergenzen sorgt inzwischen auch der Rückfall in den seit Anfang Juni bestehenden Aufwärtstrendkanal (obere Begrenzung akt. bei 6.961 Punkten) für einen echten charttechnischen Belastungsfaktor. Vor diesem Hintergrund dürfte sich die jüngste Atempause verschärfen, wenn die deutschen Standardwerte die jüngsten Kurstiefs bei knapp 6.900 Punkten preisgeben müssen. Bei einer negativen Weichenstellung sollte das Hoch von Anfang Mai bei 6.876 Punkten nur ein Etappenziel auf dem Weg zum Hoch vom 20. Juli bei 6.776 Punkten darstellen. Sehr massiv wird danach der Haltebereich aus dem Tief von Anfang August bei 6.596 Punkten und der 38-Tages-Linie (akt. bei 6.570 Punkten).

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Euro Bund Future - Prozyklisch agieren

Von den Kursverlusten bis zum frühen Nachmittag konnte sich der Euro-BUND-Future im weiteren Handelsverlauf zum Wochenauftakt erholen, so dass sich auf Tagesbasis letztlich eine Kerze mit kleinem Körper aber ausgeprägter Lunte ergibt. Dieses Kursmuster untermauert unsere jüngsten Aussagen: So verstärkt sich der Eindruck, dass der Zinsfuture auf Basis des adjustierten Haussetrends seit April 2011 (akt. bei 142,29) und der jüngsten Kurstiefs bei 142,64/17 wieder einmal die Kurve kriegen wird. Um den Grundstein für einen neuen Aufwärtsimpuls in Richtung des Hochs von Anfang August bei 145,17 zu legen, gilt es u. E. allerdings die 38-Tages-Linie (akt. bei 143,40) nachhaltig zu überwinden. Auf der Unterseite droht dem Euro-BUND-Future dagegen erst dann ernsthaftes Ungemach, wenn die o. g. Kreuzunterstützung entgegen unserer kurzfristigen Erwartungshaltung doch gebrochen wird. Bei einer negativen Weichenstellung rückt unmittelbar die Schlüsselunterstützungszone bei rund 140 in den Fokus. Auf diesem Niveau fallen diverse Hoch- und Tiefpunkte mit der 200-Tages-Linie (akt. bei 140,11) sowie mit dem 50%-Fibonacci-Retracement des Aufwärtsimpulses seit Oktober 2011 (139,92) zusammen.

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Silber - Vor neuem Vola-Impuls?

Analog zur Konstellation beim Goldpreis passiert derzeit auch beim „kleinen Bruder“ wenig. Aber gerade in diesem Entweichen der Volatilität liegt u. E. der Charme der gegenwärtigen Situation. Schließlich folgt auf solche Phasen regelmäßig ein sog. „Vola-Impuls“. Hinweise hierauf ergeben sich durch den jüngst ausgeprägten „inside month“, die recht eng beieinander liegenden Bollinger Bänder und den niedrigsten Stand des Jahres beim Trenddynamikindikators ADX. Alle diese Phänomene begünstigen sprunghafte Handlungen, wenn entweder das seit September 2011 bestehende, absteigende Dreieck „bearish“ aufgelöst wird (untere Dreiecksbegrenzung bei 26,04 USD) oder aber auf der Oberseite der „Deckel“ in Form der 200-Tages-Linie (akt. bei 30,54 EUR) und dem Abwärtstrend seit September (akt. bei 31,02 EUR) gelüftet wird. Während im ersten Fall ein Pullback auf die alten Ausbruchsmarken bei rund 21 USD droht, rückt bei einer positiven Weichenstellung zumindest das bisherige Jahreshoch bei 37,46 USD wieder auf die Agenda. Vor diesem Hintergrund sollten Anleger unverändert Gewehr bei Fuß stehen und abwarten, welcher Signalgeber letztlich aktiviert wird. Für ihre Geduld dürften Investoren im Ausbruchsfall mit einem neuen Trendimpuls entschädigt werden.

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