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Aufgrund des gestrigen Handelstages muss mittlerweile eine nachhaltige Verschlechterung der charttechnischen Ausgangslage des DAX® konstatiert werden. Dazu trägt neben dem Bruch des steilen Haussetrends seit Ende November 2011 (akt. bei 7.027 Punkten) vor allem das Abgleiten unter die 38-Tages-Linie (akt. bei 6.919 Punkten) bei. Zusätzlichen Nachdruck verleiht der „Erosion“ dieser Bastion zum einen die Tatsache, dass die negative Weichenstellung mit einem Abwärtsgap (6.981 zu 6.944 Punkten) vollzogen wurde. Zum anderen reduzieren die bestehenden Verkaufssignale seitens der trendfolgenden Indikatoren MACD und Aroon das Risiko eines Fehlausbruchs auf der Unterseite. Per Saldo dürften die deutschen Standardwerte in eine Korrekturphase eingetreten sein, in deren Verlauf die Kurslücke vom 8. März bei 6.704 zu 6.683 Punkten bzw. das Tief von Anfang März bei 6.613 Punkten wieder ins Blickfeld rücken dürften. Das typische „2er-Jahr“ zeichnet sich zudem durch eine Durststrecke im 2. Quartal aus, was die aufgezeigte Korrektur begünstigen sollte. Vor diesem Hintergrund können Anleger temporäre Erholungen – wie zu Handelsbeginn zu erwarten – eher nach dem Motto „sell the rallies“ angehen.

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Euro Bund Future - Schiebezone von besonderer Bedeutung

Die stabile Seitenlage des Euro-BUND-Future im Dunstkreis der beiden Glättungslinien aus den letzten 90- bzw. 38-Tagen (akt. bei 138,07 bzw. 138,27) geht in die Verlängerung. Im Stundenbereich hat sich zudem eine seitliche Schiebezone etabliert, deren Auflösung die weitere Richtung des Rentenbarometers vorgeben dürfte. Auf der Oberseite sollte demnach ein Spurt über die letzten Verlaufshochs bei 138,58/74 den Grundstein für einen Anlauf auf die Hochpunkte bei rund 139 legen. Perspektivisch dürften die Rentenmarktbullen im Erfolgsfall sogar von einem Schließen des verbliebenen Rollover-Gaps zwischen 139,06 und 139,84 träumen. Auf der Unterseite wird die Tradingrange dagegen durch die jüngsten Tiefs bei 137,72 /137,60 begrenzt. Ein Verlassen der Schiebezone nach unten lässt zwar die 200-Tages-Linie (akt. bei 135,89) wieder in den Fokus rücken, aber erst unterhalb der meist beachteten Durchschnittslinie steht für den Euro-BUND-Future ernsthaftes Ungemach zu befürchten. Am Ende aller Tage sollten Investoren also ihr Pulver trocken halten und abwarten, in welche Richtung das Pendel letztlich ausschlagen wird.

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EUR/USD - Unter 1,31 USD droht die Euro-Schockstarre

Die Ausgangslage des Euro im Vergleich zum US-Dollar hat sich zuletzt deutlich eingetrübt. Mittlerweile steht die Schlüsselunterstützungszone aus dem 38,2%-Fibonacci-Retracement der gesamten Erholung seit Mitte Januar (1,3156 USD), dem Tief von Anfang Oktober 2011 bei 1,3145 USD, dem Erholungstrend seit Januar (akt. bei 1,3137 USD) sowie der 90-Tages-Linie (akt. bei 1,3128 USD) zur Disposition. Ein „Break“ dieser Bastion hätte schwerwiegende Implikationen, denn dann müsste die Aufwärtsreaktion seit dem Jahrestief bei 1,2623 USD letztlich als trendbestätigende Flagge interpretiert werden. Bei einer negativen Weichenstellung stehen die letzten beiden Korrekturtiefs bei 1,3027 USD bzw. 1,2973 USD unmittelbar „im Feuer“. Da ein Abgleiten unter diesen Auffangbereich zusätzlich eine Toppbildung komplettieren würde (siehe Chart), dürfte der Druck auf die Einheitswährung dann sogar noch weiter zunehmen. Sowohl eine „bearish“ aufgelöste Konsolidierungsflagge als auch eine komplettierte Toppbildung lassen perspektivisch auf ein Abschlagspotential schließen, das ein Wiedersehen mit dem Januartief bei 1,2623 USD nahe legt.

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