Exakt 1.279,90 Punkte hat der DAX zwischen Mitte März und Ende Mai verloren. Die Talfahrt, die sich prozentual auf immerhin knapp 17,8 % summiert hat, war der erneuten Verschärfung der europäischen Schuldenkrise geschuldet. Beinahe täglich sind die Renditen für spanische und italienische Staatsanleihen angestiegen – und mit ihnen die Verunsicherung der Investoren. Dass in diesem Umfeld kaum ein Anleger bereit ist, größere und längerfristige Engagements einzugehen, ist verständlich.

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    Doch inzwischen hat sich die Lage ein wenig beruhigt. Bereits seit Anfang Juni ist im DAX eine zaghafte Erholung im Gang. Gegenüber dem Tief konnte sich der Index immerhin um rund 5,5 % lösen. Den jüngsten Schub brachten positive Nachrichten aus Brüssel: Auf dem EU-Gipfel haben sich die Staats- und Regierungschefs der 17 Euroländer auf Unterstützungsmaßnahmen geeinigt. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy teilte am frühen Freitagmorgen mit, dass Ländern, die sich an ihre Haushaltsvorgaben hielten, Hilfe über die Krisenfonds EFSF und ESM in Anspruch nehmen dürfen. Damit können Spanien und Italien vorerst aufatmen. Denn die beiden hoch verschuldeten Länder können sich damit wieder leichter refinanzieren.

    Mit der Beruhigung in Sachen Schuldenkrise und dem heutigen Kurssprung mehren sich die Chancen, dass der DAX zumindest in einen Seitwärtstrend einschwenken kann. Auf der Unterseite dürfte sich das im Mai markierte Zwischentief bei 5.914 Punkten als gute Unterstützung erweisen. Gleichzeitig ist das Kurspotenzial nach oben begrenzt, da mehrere Widerstände lauern. Eine wichtige Hürde, die bei rund 6.250 Punkten liegende 200-Tage-Durchschnittslinie hat der DAX bereits überwunden. Die nächste entscheidende Hürde liegt im Bereich von 6.427 bis 6.442 Zählern. Hier liegen die Ende Mai beziehungsweise vor wenigen Tagen markierten Zwischenhochs.

    Wer darauf setzen will, dass sich der DAX auch in den kommenden Monaten in einer bestimmten Bandbreite bewegt, sollte sich Inline-Optionsscheine ansehen. Bei einem bis 21. September laufenden Papier kommt es darauf an, dass der Index stets zwischen den beiden Barrieren 5.525 und 7.225 bleibt. Gelingt das Unterfangen, wird der Inliner zu 10,00 Euro getilgt. Das entspricht einem maximalen Ertrag von 27,4 % beziehungsweise 160,1 % p.a. Aktuell liegt der DAX ziemlich genau in der Mitte der beiden Marken: Der Abstand zur unteren Barriere beträgt 12,2 %, nach oben sind 14,8 % Platz.

    Riskanter ist ein Inliner mit den Barrieren 5.850 und 7.450 Punkten. Doch der Mut würde bei einem anhaltenden Seitwärtstrend mit einem üppigen Ertrag belohnt: Wenn der DAX bis einschließlich 21. September innerhalb der Bandbreite verweilt, kann eine maximale Performance von 50,2 % erzielt werden, was einer annualisierten Rendite von fast 400 % p.a. entspricht. Auch hier stehen die Chancen auf einen Erfolg gar nicht schlecht. Schließlich liegen die beiden Barrieren unterhalb des letzten signifikanten DAX-Tiefs von 5.914 Punkten und über dem bisherigen Jahreshoch von 7.194 Zählern.

    Drei Inline-Optionsscheine auf den DAX

    "Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert."

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    Knock-Out-Produkte zu DAX

    Art WKN Strike KO Bid Ask Hebel Fälligkeit
    Call CC0B1U 9.589,02 Pkt. 9.589,02 Pkt. 2,01 2,02 48,25 open end
    Call CC0E9D 9.351,59 Pkt. 9.351,59 Pkt. 4,43 4,44 22,16 open end
    Call CF48AZ 8.819,86 Pkt. 8.819,86 Pkt. 9,73 9,74 10,08 open end
    Put CF7VN8 10.465,70 Pkt. 10.465,70 Pkt. 6,93 6,94 14,11 open end
    Put CF7VN7 10.308,60 Pkt. 10.308,60 Pkt. 5,36 5,37 18,31 open end
    Put CF6L8K 10.033,00 Pkt. 10.033,00 Pkt. 2,62 2,63 37,67 open end