Die Beschlüsse des jüngsten EU-Gipfels hatten die Aktienmärkte zwischenzeitlich in Euphorie versetzt. Dabei konnte beispielsweise der deutsche Leitindex DAX in wenigen Tagen nach dem Gipfel um mehr als 5 Prozent an Wert zulegen. Jedoch bleibt es wie auch im bisherigen Verlauf der Euro-Krise abzuwarten, wie lange die Gipfelbeschlüsse tatsächlich für eine Beruhigung der Märkte sorgen können.

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Insgesamt wurden die beschlossenen Maßnahmen augenscheinlich von den Marktteilnehmern positiv aufgenommen. Die Hilfen seitens des EU-Rettungsfonds ESM an reform- und sparwillige Länder ohne zusätzliche Anpassungsprogramme sowie die direkten Kapitalisierungsmaßnahmen für kriselnde Banken bergen offensichtlich die Hoffnung, dass somit die Zinsen für die in Schieflage geratenen Länder wie Spanien oder Italien wieder auf ein erträgliches Maß absinken könnten. Allerdings muss laut den Gipfelbeschlüssen zunächst eine europäische Bankenaufsicht aufgebaut werden, bevor diese Maßnahmen greifen können. Zudem soll der Wachstumspakt in Höhe von 120 Mrd. Euro endlich den Fokus auf das Wirtschaftswachstum lenken, nachdem bisher vor allem die Fiskalpolitik im Vordergrund der Aktionen zur Beilegung der europäischen Krise stand.

Die Entwicklung im DAX dürfte zu einem großen Teil durch den weiteren Verlauf in der Euro-Krise und dem Glauben der Anleger daran, ob die europäische Politik diese beilegen kann, abhängen. Hierbei dürften die Investoren auch mit großer Spannung nach Karlsruhe blicken. Denn entgegen den Wünschen der Bundesregierung, eine schnelle Entscheidung in der Frage des EU-Rettungsschirms ESM zu treffen, hat Bundesverfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle erst einmal dafür plädiert, sich mehr Zeit zu lassen.

Daneben bleibt es aber auch abzuwarten wie sich die weltweite Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte verhält. Dabei sahen die internationalen Notenbanken zuletzt wieder Handlungsbedarf, was beispielsweise die EZB dazu veranlasste den Leitzzins in der ersten Juli-Woche auf den historisch niedrigen Stand von 0,75 Prozent zu senken. Daneben hob die chinesische Zentralbank überraschend zum zweiten Mal in nur einem Monat die Leitzinsen herab. Die Bank of England entschloss sich gleichfalls zu weiteren Käufen von Staatsanleihen, während die Fed unlängst die „Operation Twist“ zur Umschichtung ihres Anleihenbestandes verlängerte.

Nachdem in den vergangenen Wochen die makroökonomischen Nachrichten im Vordergrund des Anlegerinteresses standen dürften mit dem Start der US-Berichtsaison wieder verstärkt die Unternehmenszahlen in den Fokus rücken. Jedoch könnten die Unternehmensgewinne auch im zweiten Quartal unter der Euro-Krise gelitten haben. Daher bleibt es zu hoffen, dass möglichst viele Unternehmen, trotz der schwächelnden Konjunktur, positive Überraschungen bereithalten werden. Immerhin konnte der Aluminiumhersteller Alcoa, der die „Earnings Season“ traditionellerweise eröffnet, bei der Veröffentlichung seiner Zahlen für das zweite Quartal die Analystenschätzungen übertreffen. Zwar wurde ein Quartalsverlust von 2 Mio. US-Dollar ausgewiesen. Allerdings stand den Unternehmensangaben zufolge ein um Einmaleffekte bereinigte Gewinn von 61 Mio. US-Dollar oder 6 Cents je Aktie zu Buche. Erwartet wurden lediglich 5 Cents.

Spekulative Anleger, die der Meinung sind, dass der deutsche Leitindex DAX, auch in dieser Phase der Euro-Krise wieder den Weg nach oben findet, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DE22Z9) auf steigende DAX-Kurse setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,38, die Knock-Out-Schwelle bei 3.800 Indexpunkten. Wer aber als spekulativer DAX-Anleger eher auf fallende DAX-Kurse setzen möchte, könnte dieses Szenario mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DB04C5, aktueller Hebel 2,33; Knock-Out-Schwelle bei 9.000 Indexpunkten) traden.

Stand: 11.07.2012

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