London (BoerseGo.de) - Die Ankündigung der chinesischen Regierung, die Autoneuzulassungen wegen Smog und Dauerstau in den Metropolen des Reichs der Mitte zu begrenzen, hat für Umschichtungen in den ETFs auf die Subindizes des STOXX Europe 600 geführt. Neuzulassungen werden nach Medienberichten in China nun im Losverfahren entschieden, nachdem im vergangenen Jahr in Großstädten wie Peking täglich bis zu 2000 neue Wagen gemeldet wurden. Wurden allein in Peking im vergangenen Jahr allein 800.000 Autos neu angemeldet, sollen in diesem Jahr die Zahl der Neugenehmigungen drastisch auf 240.000 beschränkt werden. Die ETF-Anleger haben darauf reagiert und ihre Gewinne realisiert: Schließlich ist China 2010 der wichtigste Absatzmarkt für die europäische Autoindustrie gewesen. Wie aus der wöchentlichen Sektoren-Studie von BlackRocks ETF-Expertin Deborah Fuhr hervorgeht, haben die Anleger in der Woche bis zum 14. Januar 77,3 Millionen Dollar aus dem europäischen Automobil-Sektor abgezogen. Seit Jahresbeginn liegt das Minus damit nun bei 94,4 Millionen Dollar.

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    Insgesamt floss mehr in die europäischen Sektoren-ETFs rein als raus. In der Woche bis zum 14. Januar waren es den Angaben zufolge insgesamt 138,5 Millionen Dollar. Seit Jahresbeginn liegen damit die Sektoren-ETFs mit 168,5 Millionen Dollar auch im Plus. Auch der Sektor Basic Resources, der seit den Wintermonaten kräftig zur Ader gelassen wurde, konnte sich in dieser Woche erholen. Nach Abflüssen in Höhe von 54,2 Millionen Dollar in der Vorwoche, vertrauten die Anleger ihm nun neue Gelder in Höhe von 28,6 Millionen Dollar an. Der Sektor mit den höchsten Zuflüssen war der Öl- und Gas-Sektor. Hier flossen 79,5 Millionen Dollar an frischem Geld hinein. Die Anleger legten zudem auch bei als defensiv geltenden Sektoren kräftig nach. Der Nahrungsmittelsektor zog 53 Millionen Dollar an und der Gesundheitssektor 39,9 Millionen Dollar.