Nur ein kurzes Statement aus meinem Urlaub: Nicht nur an dieser Stelle liest man immer wieder Kommentare von Kollegen, die geradezu in Jubelarien ausbrechen, weil sich abzeichnet, dass es nach dem Willen einiger Verantwortungsträger bei der „Rettung“ des Euro schon bald keine Grenzen mehr geben soll. Längst ist auch davon die Rede, dass den angeschlagenen Euroländern unbegrenzt Kapital zur Verfügung gestellt werden soll. Im Antizyklischen Börsenbrief hatten wir diese Entwicklungen schon vor einigen Jahren angekündigt. Jetzt schlagen die Wellen immer höher. Einige aktuelle Nachrichten verdeutlichen das:

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http://www.n-tv.de/wirtschaft/Die-EZB-setzt-die-Geldspritze-an-article6856891.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/banklizenz-fuer-rettungsfonds-stark-trittin-und-asselborn-streiten-a-847389.html

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/euro-krise-an-spanien-sollen-die-wellen-brechen-1.1426882
Kollegen, die das alles jetzt begrüßen, kann es naturgemäß auch mit der Verabschiedung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) gar nicht schnell genug gehen.

Wer meint, sich über die von Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker und EZB-Chef Mario Draghi in Aussicht gestellte schrankenlose Eurorettung freuen zu können, und wer es gar nicht erwarten kann, dass der ESM seine Arbeit endlich aufnimmt, dem sei ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages ans Herz gelegt. Darin wird deutlich, dass wir in der Tat auf dem besten Wege sind in eine Finanzdiktatur.

Dort heißt es nämlich, dass die Kontrollrechte des Bundestages bei Entscheidungen des ESM längst nicht so umfassend sind, wie die Bundesregierung bislang vorgegeben hatte. Vielmehr kann der ESM auch jenseits der angeblichen deutschen Haftungssumme von 190 Milliarden Euro weitere Zahlungen in Milliardenhöhe abrufen, ohne dass der Bundestag dies verhindern kann. Mit anderen Worten: Die Regierung hat gelogen:

http://www.manager-magazin.de/politik/artikel/0,2828,847312,00.html

Man kann nur an den gesunden Menschenverstand der eingangs erwähnten Kollegen appellieren: Wer immer noch nicht verstanden hat, dass wir mit der aktuellen Rettungspolitik grandios auf dem Holzweg sind, und wer immer noch nicht sieht, dass wir dabei Lügnern und Verbrechern auf den Leim gehen, der sollte sich schleunigst darüber informieren, was in Europa wirklich geschieht.

Es wird immer offensichtlicher, dass die Grenzen der aktuellen „Rettungspolitik“ erreicht sind, die Zeit drängt jetzt - und jeder einzelne Tag zählt, an dem die Menschen endlich aufwachen...

In Wahrheit geht es bei der ganzen Retterei ausschließlich darum, die Zinsforderungen der Banken zu begleichen. Und zwar auf Kosten der Allgemeinheit. Warum das so ist und was wir statt dessen jetzt tun müssen, das werden wir demnächst an dieser Stelle erläutern.

Wie wir die Lage jetzt einschätzen und was wir unseren Lesern raten, das lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs, die kürzlich erschienen ist.

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Zum Autor:
Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG, und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs. Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de und www.antizyklischer-aktienclub.de