Montag, 30. Juli

Anzeige

Die vorläufige japanische Industrieproduktion ist im Juni um 0,1% gegenüber Mai gesunken, wie das Handelsministerium mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 1,5% gerechnet.

Das spanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im zweiten Quartal vorläufigen Berechnungen zufolge um 0,4% gegenüber dem Vorquartal geschrumpft was den Prognosen von Analysten entsprach. Im ersten Quartal 2012 sowie im vierten Quartal 2011 sank die Wirtschaftsleistung bereits um jeweils 0,3%. Auf Jahressicht sank das BIP im zweiten Quartal um 1,0%, nach 0,4% im ersten Quartal.

In Großbritannien sind die Verbraucherkredite im Juni stärker als erwartet auf 0,3 Mrd. £ gefallen. Analysten prognostizierten neue Verbraucherkredite in Höhe von 0,8 Mrd. £ nach 1,1 Mrd. £ im Vormonat.

Die britischen Hypothekengenehmigungen stiegen im Juni mit 44.200 weniger stark als im Vormonat (50.500) und verfehlten die Markterwartung (49.000).

Der von der Europäischen Kommission berechnete Economic Sentiment Indicator (ESI) für die Eurozone sank von 89,9 Zähler im Juni auf 87,9 Zähler im Juli und somit auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2009. Analysten rechneten mit 88,9 Punkten.

Der Konjunkturklima-Indikator für die Eurozone ist im Juli auf -1,27 nach revidierten -0,95 Punkte gefallen (Prognose: -1,09). Das ist der niedrigste Wert seit November 2009, als der Index bei -1,53 Punkten notierte.

Das endgültige Verbrauchervertrauen der Eurozone ist im Juli laut Europäischer Kommission um 0,1 Punkte auf -21,5 Punkte revidiert worden. Im Monat Juni lag das Verbrauchervertrauen noch bei -19,8.

Der Herstellerindex der regionalen Fed in Dallas fiel von 5,8 im Juni auf -13,2 Punkte im Juli. Damit wurde nicht nur die Markterwartung von 2,5 Punkten deutlich verfehlt, sondern auch die größte Rückgang (-19 Punkte von Monat zu Monat) seit April 2005 verzeichnet.

Die südkoreanische Industrieproduktion ist im Juni gegenüber dem Vormonat unerwartet stark um -0,4% gesunken, nachdem sie noch im Mai um 1,3% anstieg (Prognose: -0,1%). Auf Jahressicht stieg die Industrieproduktion um 1,6% nach 2,6% im Vormonat.

Dienstag, 31. Juli

Der japanische Einkaufsmanagerindex (EMI) des verarbeitenden Gewerbes ist von 49,9 im Juni auf 47,9 Punkte im Juli gefallen.

Die japanische Arbeitslosenquote ist im Juni auf 4,3% gesunken, nach 4,4% im Vormont.

Auf Jahressicht stiegen die japanischen Konsumausgaben im Juni um 1,6% nach 4,0% im Mai.

Die australische Kreditvergabe an den privaten Sektor ist im Juni um 0,3% gegenüber den Vormonat gestiegen, nachdem sie im Mai noch um 0,5% zulegte.

Wie erwartet ließ die indische Zentralbank den Leitzins unverändert bei 8,00%. Gleichzeitig senkte der Geldpolitische Rat seine BIP Wachstumsprognose von 7,3% auf 6,5%.

Der UBS-Konsumindikator für die Schweiz ist von 1,02 auf 1,60 Punkte im Juni gestiegen.

Wie das statistische Bundesamt mitteilte sind die deutschen Einzelhandelsumsätze im Juni um 0,1% gegenüber Mai gesunken, nachdem sie im Vormonat um 0,3% zurückgingen (Prognose: +0,5%). Auf Jahressicht stiegen die Umsätze um 2,9% nach einem Rückgang um 1,1% im Mai.

Im Juni sind die französischen Konsumausgaben auf Monatssicht um 0,1% gestiegen, nach +0,5% im Mai.

Die deutsche Arbeitslosenquote verharrte im Juli unverändert bei 6,8% was auch den Erwartungen entsprach. Die italienische Arbeitslosenquote stieg im selben Zeitraum hingegen um 0,2 Prozentpunkte auf 10,8%, während die Arbeitslosenquote in der Eurozone im Juni ebenfalls unverändert bei 11,2% verharrte.

Vorläufigen Berechnungen zufolge haben sich die Verbraucherpreise in der Eurozone im Juli nicht verändert. Die Jahresteuerung lag bei 2,4% was den Markterwartungen entsprach.

Wie das Handelsministerium mitteilte blieben die US Konsumausgaben im Juni gegenüber Mai unverändert. Damit wurde der Konsens von +0,1% leicht verfehlt, nachdem die Ausgaben im Mai um revidierte 0,1% sanken. Die persönlichen Einkommen stiegen im Juni auf Monatssicht um 0,5% was die Marktprognose von +0,4% leicht übertraf.

Das kanadische BIP ist im Mai auf Monatssicht um 0,1% gewachsen, nach einem Plus von 0,3% im April. Im Vorfeld befragte Analysten prognostizierten jedoch einen Anstieg um 0,2%. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg das BIP um 2,4%

Der S&P Case-Shiller Hauspreisindex ist im Mai um 2,2% gegenüber den Vormonat angestiegen. Erwartet wurde lediglich ein Anstieg um 1,2% nach +1,3% im April. Auf Jahressicht ergibt das ein deutlich kleiner als erwartetes (Prognose: -1,4%) Minus von 0,7% nach -1,9% im April.

Mit 53,7 Punkten übertraf der Chicago EMI im Juli den Konsens von 52,5 Punkten deutlich. Im Vormonat notierte der Index noch bei 52,9 Punkte. Der Teilindex für den Auftragseingang stieg einen Punkt auf 52,9 Punkte.

Das US Conference Board Verbrauchervertrauen stieg im Juli auf 65,9 Punkte, nachdem es im Vormonat auf revidierte 62,7 Punkte fiel.

Unser Kommentar:

Entgegen dem europäischen Trend hält sich die deutsche Arbeitslosigkeit bislang gut. Während allerorten die Arbeitslosigkeit zunimmt, stagniert die deutsche auf niedrigem Niveau. Wie lange sich der deutsche Arbeitsmarkt bei einem sich verschlechternden wirtschaftlichen Umfeld so wacker schlagen kann ist fraglich.

Das führende Barometer des US Häusermarktes, der S&P Case-Shiller HPI, deutet weiterhin auf eine Bodenbildung auf dem US Immobilienmarkt hin. Bei einer weiterhin so positiven Entwicklung könnten die Hauspreise demnächst ihren ersten Preisanstieg gegenüber den Vorjahresmonat seit Ende 2010 verzeichnen.

Mittwoch, 01. August

Der südkoreanische Handelsbilanzüberschuss verringerte sich im Juli auf 2,7 Mrd. US-Dollar nach 4,96 Mrd. US-Dollar im Vormonat, weil die Exporte stärker sanken als die Importe. Auf Jahressicht sanken die Exporte um 8,8%, während die Importe um 5,5% zurückgingen.

Nach 49,4 im Juni sank der südkoreanische EMI des verarbeitenden Gewerbes im Juli 47,2 Punkte.

Der chinesische HSBC EMI des verarbeitenden Gewerbes stieg im Juli um 1,1 Punkte auf 49,3 Punkte. Obwohl der Index damit weiterhin unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten notierte, war dies der stärkste monatliche Anstieg des EMIs seit 21 Monaten. Einziger Wermutstropfen: Der Teilindex der Beschäftigung fiel auf den niedrigsten Stand seit 40 Monaten. Mit der Reduktion ihrer Belegschaft reagieren die Unternehmen auf das sinkende Auftragsvolumen.

In Australien sind die Häuserpreise im zweiten Quartal um 0,5% gegenüber dem ersten Quartal angestiegen. Erwartet wurde hingegen ein Rückgang um 0,5% nach -0,1% im ersten Quartal.

Der australische AiG and pwc EMI brach im Juli auf 40,3 Punkte ein, nachdem er im Vormonat noch bei 47,2 Punkten notierte.

Der russische EMI für das verarbeitende Gewerbe verbesserte sich von 51,0 auf 52,0 Punkte im Juli.

Der indische EMI für das verarbeitende Gewerbe fiel im Juli auf 52,9 nach 55,0 Punkten im Juni.

Im Juli fiel der britische Nationwide Hauspreisindex um 0,7% gegenüber den Vormonat.

In Spanien stieg der EMI für das verarbeitende Gewerbe im Juli auf 42,3 nach 41,1 Punkten im Vormonat.

Der italienische EMI für das verarbeitende Gewerbe sank von 44,6 im Juni auf 44,3 Punkte im Juli.

Auf ein Mai 2009 Tief fiel im Juli der französische EMI für das verarbeitende Gewerbe. Der Index fiel von 45,2 im Juni auf 43,4 Punkte im Juli.

Kaum besser schätzen die deutschen Einkaufsmanager die Lage ein. Der entsprechende deutsche EMI für das verarbeitende Gewerbe fiel von 45,0 auf 43,0 Punkte im Juli, was der tiefste Stand seit Juni 2009 ist. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass der Auftragseingang nun bereits seit 13 Monaten in Folge zurückgeht, so lange wie nie zuvor seit Umfragebeginn im April 1996. Umfrageteilnehmern zufolge haben viele Kunden bedingt durch die unsicheren globalen Konjunkturperspektiven eine niedrige Investitionsbereitschaft. Desweiteren bauten die Betriebe das vierte Mal in Folge per Saldo Stellen ab, was sich auch im entsprechenden Job-Subindex wiederspiegelt, der auf den niedrigsten Wert sei zweieinhalb Jahren fiel.

Der EMI für das verarbeitende Gewerbe der gesamten Eurozone fiel im Juli auf ein 37-Monatstief von 44,0 Punkten. Damit büßte der finale Index binnen Monatsfrist weitere 1,1 Punkte ein was der 12. Wachstumsrückgang in Folge ist. Laut Chris Williamson, Chef-Ökonom bei Markit, dürfte der Industriesektor der Eurozone damit ein Hauptgrund sein, dass die Eurozone im dritten Quartal weiter in die Rezession abgleitet.

Auch die britische Industrie knickt laut Markit im Juli weiter ein. Der entsprechende EMI für das verarbeitende Gewerbe fiel auf ein Mai 2009 Tief von 45,4 Punkte.

Der brasilianische EMI für das verarbeitende Gewerbe konnte sich im Juli um 0,2 auf 48,7 Punkte verbessern.

Laut Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) fiel die brasilianische Industrieproduktion im Juni um 5,5% gegenüber den Vorjahresmonat, nach -4,4% im Mai (Prognose: -4.3%). Das ist bereits der zehnte Monat in Folge mit sinkendem Output der Industrie.

Im Juli wurden laut ADP-Arbeitsmarktbericht (ex Agrar) in den USA mit 163.000 Stellen deutlich mehr Stellen geschaffen, als dies der Markt erwartet hatte (Prognose: 120.000). Im Vormonat lag der Wert noch bei revidierten 172.000 Stellen.

Der US Markit EMI für das verarbeitende Gewerbe fiel im Juli auf 51,4 (34-Monatstief) nach 52,5 Punkten im Juni.

Im Gegensatz dazu konnte der vom Institute for Supply Management (ISM) erhobene US EMI für das verarbeitende Gewerbe im Juli um 0,1 auf 49,8 Punkte zulegen. Obwohl sich der Teilindex des Auftragseingangs ebenfalls leicht um 0,2 auf 48,0 Punkte verbessern konnte, sanken die Exportauftrage um einen Punkt auf 46,5 Punkte.

Die US Bauausgaben sind im Juni auf Monatssicht um 0,4% gestiegen nachdem sie im Vormonat um revidierte 1,6% zunahmen.

Laut US Energieministerium sind die Rohöllagerbestände in der Vorwoche um 6,5 Mio. Barrel auf 373,6 Mio. Barrel gesunken. Auf Wochensicht war dies der stärkste Rückgang in diesem Jahr. Die Lagerbestände für Destillate wie Diesel und Heizöl sanken um 1,0 Mio. Barrel und die Benzinvorräte um 2,2 Mio. Barrel.

Die US Zentralbank Federal Reserve ließ ihre Leitzinsen am Mittwoch wie erwartet unverändert bei 0 bis 0,25%. Marktteilnehmer die auf QE3 hofften wurden enttäuscht. Vorerst wird es wohl keine weiteren Konjunkturspritzen geben, es sei denn dies sei in den Augen der Zentralbanker für eine stärker wirtschaftliche Erholung notwendig.

Unser Kommentar:

Im Großen und Ganzen gibt es nicht viel Neues von der US Zentralbank zu berichten. Wenn man das Fed Statement Satz für Satz auseinander nimmt und mit dem Vormonat vergleicht fällt vor allem folgende Veränderung in der Sprachwahl auf: Statt allgemein vorbereitet zu sein gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu ergreifen (Juni Statement) heißt es nun, dass der Ausschuss die Entwicklung der Wirtschaftsdaten genau beobachtet und bei Bedarf zusätzliche Maßnahmen ergreifen werde. Damit wurde die Textpassage über mögliche Stimuli etwas konkreter formuliert als noch im Juni. Das dies nicht den Erwartungen der Marktteilnehmer entsprach war an den Kursabschlägen der Indizes zu erkennen. Viele hatten insgeheim auf QE3 gehofft.

Neben dem Treffen des US Offenmarktausschusses standen am Mittwoch vor allem die Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes im Vordergrund. Der von JPMorgan zusammengestellte globale Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes, welcher die EMIs aus 31 Ländern gewichtet nach Bedeutung für die Weltwirtschaft zusammenfasst, fiel im Juli um 0,7 auf 48,4 Punkte, den niedrigsten Stand seit Juni 2009.

Donnerstag, 02. August

Die australischen Einzelhandelsumsätze sind im Juni auf Monatssicht um 1,0% gestiegen, nachdem sie im Vormonat um 0,8% zulegten (Prognose: 0,6%).

Laut der australischen Statistikbehörde Australian Bureau of Statistics (ABS) betrug das Handelsbilanzsaldo im Juni 0,1 Mrd. Australische Dollar (AUD). Auf Monatssicht blieben die Exporte unverändert, während die Importe um 2% zurückgingen.

Im Juni sind die Schweizer Einzelhandelsumsätze um 3,7% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Analysten prognostizierten einen Anstieg um 3,6% nach 6,2% im Mai.

Im Vergleich zum Vormonat stieg der Schweizer Einkaufsmanagerindex im Juli um 0,5 auf 48,6 Punkte. Damit wurde der Marktkonsens von lediglich 47,0 Punkten deutlich übertroffen.

Die Erzeugerpreise in der Eurozone sind im Juni auf Monatssicht um 0,5% gesunken (Prognose: -0,4%). Bereits im Vormonat Mai sind die Preise um 0,5% zurückgegangen.

Die britische Zentralbank hat ihren Leitzins (0,5%) wie auch das Volumen des Anleiheaufkaufprogramms (375 Mrd. Pfund) in ihrer jüngsten Sitzung wie erwartet nicht verändert.

Der Rat der Europäischen Zentralbank hat den Hauptrefinanzierungssatz erwartungsgemäß bei 0,75% unverändert gelassen. Auch der Einlagensatz sowie der Spitzenrefinanzierungssatz wurden bei 0,0% respektive 1,5% bestätigt.

Auf der anschließenden Pressekonferenz enttäuschte Mario Draghi die hohen Erwartungen vieler Marktteilnehmer. Diese hatten nach seiner Ankündigung auf der Londoner Investorenkonferenz letzte Woche alles Erforderliche zu tun, um den Euro zu erhalten, mit sofortigen Maßnahmen gerechnet.

Die wöchentlichen US Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung stiegen in der Vorwoche auf 365.000, nach revidierten 357.000 in der Woche davor. Damit wurde der Konsens von 370.000 verfehlt. Der weniger schwankungsanfällige 4-Wochenschnitt sank von revidierten 368.250 auf 365.500 Anträge.

Auf Monatssicht sanken die US Industrieaufträge im Juni um 0,5% womit die Markterwartung von +0,3% deutliche verfehlt wurde. Im Mai stiegen die Aufträge noch um revidierte 0,5%.

Kommentar:

Ähnlich wie tags zuvor Ben Bernanke konnte auch Mario Draghi die Markterwartung zunächst nicht erfüllen, nachdem er selbst die Erwartungshaltungen durch seine teils martialische Wortwahl in London letzte Woche in die Höhe trieb. Unter der Bedingung, dass die Rettungsmechanismen EFSF und ESM einbezogen werden kündigte Herr Dragi an Anleihen von Krisenstaaten zu kaufen. Enttäuscht zeigten sich Investoren auch deshalb, weil Herr Draghi ansonsten wenig konkret wurde. Ein genauer Plan solle erst in den folgenden Wochen ausgearbeitet werden.

Freitag, 03. August

Der chinesische HSBC EMI für den Dienstleistungssektor ist von 52,3 auf 53,1 Punkte im Juli gestiegen.

Im gleichen Zeitraum stieg der deutsche EMI für den Dienstleistungssektor von 49,9 auf 50,3 Punkte und notiert damit über der Expansionsschwelle von 50,0 Punkten.

Für die gesamte Eurozone verbesserte sich der EMI des Dienstleistungsindex von 47,1 auf 47,9 Punkte. Der Gesamtindex, bestehend aus dem Index für verarbeitendem Gewerbe und Dienstleistungsindex, stieg im Juli um 0,1 auf 46,5 Punkte.

Die Einzelhandelsumsätze der Eurozone sind im Juni auf Monatssicht um 0,1% gesunken, nachdem sie im Vormonat noch um 0,8% zulegen konnten. Analysten prognostizierten unveränderte Umsätze.

Die US Arbeitlosenquote ist im Juli überraschend um 0,1 Prozentpunkt auf 8,3% angestiegen. Der Konsens prognostizierte eine unveränderte Arbeitslosenquote.

Im Gegensatz zur Arbeitslosenquote fielen die Daten zur US Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft ermutigend aus. Laut dem Bureau of Labor Statistics (BLS) wurden im Juli 163.000 Stellen statt der erwarteten 100.000 Stellen geschaffen. Im Vormonat wurden lediglich revidierte 64.000 Stellen geschaffen.

Im Juli hellte sich die Stimmung im US Dienstleistungssektor etwas auf. Der ISM-Einkaufsmanagerindex des Dienstleistungssektors stieg um 0,5 auf 52,6 Punkte. Im Vorfeld befragte Analysten rechneten mit einem Wert von 52,0 Punkten.

Unser Kommentar:

Am Freitag stiegen die Aktienmärkte durch die Bank stark an, nachdem Investoren Mario Draghis Äußerungen vom Vortag offensichtlich neu interpretierten und sich die Meinung durchsetzte, die Ankündigung Staatsanleihen unter bestimmten Bedingungen zu kaufen sei durchaus positiv. Mittlerweile gehen viele Marktteilnehmer davon aus, dass im September mit dem Kauf italienischer und spanischer Anleihen begonnen wird. Inwiefern diese Erwartungshaltung angemessen ist und ob der gestrige Tag vielleicht doch in gewisser Weise ein „Gamechanger“ war werden wir weiterhin für Sie beobachten.