Mit Edelmetallen war in diesem Jahr bislang wenig Staat zu machen. Etwa ein halbes Prozent Plus bei Gold und Platin, ein Verlust von gut vier Prozent bei Silber, das sind die Fakten. Auf Jahressicht sind die Vorzeichen sogar bei allen drei Metallen negativ, wobei Gold zumindest nur ein leichtes Minus aufweist. Galt das gelbglänzende Metall noch vor nicht allzu langer Zeit als ideale Absicherung gegen alle möglichen Krisenszenarien, so hat die Dollarstärke einem weiteren Anstieg längst einen Riegel vorgeschoben. Das Ergebnis ist eine fortwährende Seitwärtsentwicklung, die laut Rohstoff-Experte James Cordier auch solange anhalten dürfte, wie sich die Lage in Europa zuspitzt. Da eine Lösung in der Euroschuldenkrise gerade jetzt wieder in immer weitere Ferne rückt, ist das folglich kein gutes Signal für eine Anlage in Gold, das bekanntermaßen ja sowieso keine laufenden Erträge generiert. Die beiden anderen Metalle, die im überwiegenden Maße auch als Industriegut genutzt werden, könnten ebenfalls durch die krisenbedingte Abschwächung der Weltkonjunktur ausgebremst werden, was die Möglichkeiten eines Direktinvestments ebenfalls einschränkt.

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Investoren am Zertifikatemarkt könnten sich deshalb an ein bereits im April 2010 von der HypoVereinsbank emittiertes sogenanntes Top-Zertifikat erinnern, das sich auf einen anfänglich gleichgewichteten Korb bestehend aus je einer Feinunze Gold, Silber und Platin bezieht. Der Vorteil: Es handelt sich hier um einen „echten“ Basket, bei dem nur der Durchschnitt zählt und negative „Ausreißer“ durch ebensolche auf der Plus-Seite möglicherweise wieder ausgeglichen werden können. Aufgrund der frühen Auflage konnte der Basiswert die starke Entwicklung bei Gold und Silber 2010 voll mitnehmen und sich insgesamt schon einen beachtlichen Vorsprung von aktuell knapp 22 Prozent herausarbeiten, weist doch lediglich Platin ein Minus von 18,59 Prozent auf, während Gold mit 35,42 Prozent und Silber sogar mit 48,54 Prozent seit Emission im Plus notieren. Die insgesamt bislang sehr positive Entwicklung sorgt bei dem nur noch bis April 2013 laufenden Papier für ein sehr interessantes Chance-Risiko-Profil, genügt bei der Top-Bonus-Struktur doch bei Fälligkeit am finalen Stichtag dem 24. April 2013 bereits die Einhaltung des Auflageniveaus für die Maximalauszahlung von 139,50 Euro. Bei einem aktuellen Briefkurs von 129,20 Euro entspricht dies einer Rendite-Chance von rund acht Prozent. Aufs Jahr gerechnet wäre dies schon über zehn Prozent. Dabei könnte der mit 22 Prozent im Plus liegende Basket sogar noch deutlich an Wert verlieren, ohne das die Rendite in Gefahr geraten würde. Erst wenn der ganze Vorsprung am Ende mehr als aufgebraucht ist, würde dem Investor ein Minus entstehen, das aufgrund des aktuellen Kaufpreises dann allerdings voll durchschlagen und auch noch durch ein Aufgeld von knapp sechs Prozent etwas höher ausfallen würde.

Der Rohstoff-Report Tipp:

Der „Edelmetall-Top-Bonus“ hat sich aufgrund der positiven Entwicklung des zugrundeliegenden Baskets gerade jetzt im Endstadium zu einem interessanten, gut gepufferten Teilschutz-Papier mit Stichtagsbetrachtung entwickelt. Allerdings dürfte sich das Aufgeld mit abnehmender Restlaufzeit sukzessive erhöhen, falls nicht starke Kurseinbrüche den Edelmetall-Sektor in den verbleibenden neun Monaten noch so heftig erschüttern sollten, dass der Erfolg ernsthaft in Gefahr geraten würde. Das Chance-Risiko-Profil dürfte sich deshalb bei einem zu späten Einstieg wieder verschlechtern.

Edelmetall Top-Zertifikat

Emittent/WKN:

HypoVereinsbank / HV5B5N

Laufzeit:

30.04.2013

Preis: (24.07.2012)

Geld / Brief: 127,90 € / 129,20 €

Autor: Armin Geier, http://www.godmode-trader.de/zertifikate

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