Die Krise hat sich in der vergangenen Woche leicht zurück gemeldet, zumindest sind einige der bärischen Interpretationsweisen wieder etwas mehr in den Vordergrund gerückt. Dies hat dann auch direkt zu einem deutlichen Rutsch an den europäischen Märkten geführt. Allerdings ist eine Welle der Gewinnmitnahmen nach dem umfassenden Anstieg der Vormonate auch nicht ungewöhnlich.

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    Technisch hat der EuroStoxx 50 sich damit auf eine sehr wesentliche Unterstützung in einem Rutsch bewegen. Der Ausbruch über die 2.600 Punkte hat in den vergangenen Wochen ein Kaufsignal generiert, welches auch gleich zu einem Anstieg im neuen Jahr geführt hat. Jetzt geht es auf die 2.600 Punkte wieder zurück. Gleichzeitig ist damit eine 50%- Korrektur der letzten Rallybewegung erfolgt. Bereits direkt bietet sich damit die Chance einer erneuten Aufwärtsbewegung wobei eine zweiteilige Korrektur natürlich einkalkuliert werden muss. Ein temporärere Rücklauf bis 2.550 Punkte wäre darüber hinaus noch zulässt, so dass nach einer direkte Erholung dieses Niveau in einem zweiten Schritt noch erreicht werden könnte.

    Solange der Index dann aber über diesem Niveau verbleibt ist eine Rallyfortsetzung übergeordnet zu favorisieren. Der Ausbruch über die 2.600 Punkte ist bisher unverändert aktiv und würde auf Sicht eines Jahres Kurspotenzial bis in den Bereich3.077 Punkte bieten. Deshalb bleibt es sinnvoll, in der aktuellen Konsolidierung zunächst eher nach neuen Einstiegsmöglichkeiten Ausschau zu halten. Interessant sind dabei Titel, die bereits jetzt relative Stärke zeigen aber nicht zu den besonders defensiven gehören. Diese sollten dann auch bei einer Markterholung bzw. Rallyfortsetzung zu den Gewinnern zählen.

    Dennoch braucht auch jede Bewegung ein Abbruchscenario. Dabei kommt für den EuroStoxx der Kursbereich 2.550 Punkte zum Tragen. Hier nähert sich der maßgebende längerfristige Aufwärtstrend. Darüber ist der Pullback in den Bereich der Ausbruchszone, auch wenn er kurzfristig überschießend ausfallen kann, nur ein Pullback. Geht es unter die 2.550 Punkte, dann wäre die Bewegung nach oben in Frage gestellt und eine größere Bullenfalle müsste unterstellt werden. Vor allem Zeitlich könnte sich eine Konsolidierung dann noch merklich ausdehnen. Die aktuellen Gegebenheiten sind aber so, dass nach der Ausbildung eines mittelfristigen Kaufsignals bisher nur ein Pullback auf die Ausbruchszone erfolgt, welcher das Kaufsignal bestätigen kann.

    Im neuen Jahr kommt es teilweise an den Märkten zu einem Favoritenwechsel. So bieten mittlerweile einzelne Titel, welche im vergangenen Jahr stark hinter dem Markt zurück geblieben sind ein konstruktives charttechnisches Bild, welches teilweise für eine Bodenbildung spricht. Dies trifft derzeit auch auf Metro zu.

    Im vergangenen Jahr gehörte Metro klar zu den Underperformern und verschwand in diesem Zuge dann auch aus dem DAX. Pünktlich zum Jahresstart wurde dann eine Rally eingeleitet. Bereits der Ausbruch aus dem langfristigen Abwärtstrend konnte mit einer Positionierung sehr gut umgesetzt werden, nun bot sich eine weitere Chance.

    Metro hatte in den Vorwochen den Anstieg und Ausbruch aus dem langfristigen Abwärtstrend konsolidiert. Dabei ging es innerhalb einer bullischen Flaggenformation unterhalb des EMA 200 seitwärts. Eine solche Flagge ist sehr interessant und vor allem nach einem dynamischen Impuls zu beobachten. Interessant wird es vor allem auch, wenn bei allgemeiner Marktschwäche plötzlich entgegen dem allgemeinen Marktumfeld eine dynamische Bewegung aus der Formationslage heraus startet.

    Dies ist einerseits ein Zeichen relativer Stärke, darüber hinaus ist die Chance gegeben, bei Markterholungen bereits in der richtigen Richtung mit dabei zu sein. So konnte dann auch bei Metro ein Einstieg an den Vortagen gewagt werden. Mittlerweile ziehen die Notierungen nicht nur aus der Flagge heraus sondern überwinden auch den EMA 200 mit der Ausbildung eines neuen Hochs. Dies bei weiter relativ schwachem Marktumfeld. Es eröffnet sich damit die Chance, dass sich eine zweite Rallyphase bis in den Bereich 25,92 Euro durchsetzen kann. Wenn es zu einer Extension der ersten Rallybewegung kommt, dann sind sogar 27,00 Euro möglich. In jedem Fall deutet sich aber bei Metro mit gegen den Markt anlaufender Ausbruchsbewegung eine stabile Entwicklung auch bei fortgesetzter Konsolidierung der Leitindizes an.

    Viele Grüße
    Marko Strehk
    Technischer Analyst und Trader GodmodeTrader.de

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    Viele Grüße,

    Marko Strehk - Technischer Analyst und Trader bei GodmodeTrader.de

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert.

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