Morphosys: 400 Mio. EUR Erlöse in den nächsten zehn Jahren

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    Dass sich im Biotech-Segment auch für deutsche Firmen profitabel leben lässt, beweist die Morphosys AG nunmehr schon seit Jahren. Die deutsche Antikörper-Schmiede ist bisher in 62 Partnerprogrammen von großen Pharma-Firmen mit involviert, was einen ständigen Erlösfluss garantiert. Mehr als 400 Mio. EUR sind bereits jetzt in den nächsten zehn Jahren gesichert, ließ Morphosys-CFO Dave Lemus im Gespräch mit BetaFaktor.de durchblicken.

    Zu den größten und lukrativsten Partnerschaften zählen die mit Novartis oder der japanischen Daiichi Sankyo. Die Japaner wurden jetzt auch Partner für das Antikörperprogramm bei infektiösen Krankheiten. Bisher war es nur Novartis, doch die Lizenzen für Japan gingen eben jetzt an Daiichi Sankyo. Das zeigt Ihnen, auf welcher Erfolgsspur sich die Martinsrieder gerade befinden.

    Gelder aus diesen Lizenz- und Meilensteinzahlungen steckt Morphosys in eigene Entwicklungen. Fünf Programme gibt es hier. »MOR 103« gegen die rheumatoide Arthritis ist am weitesten. Derzeit startet gerade die Phase Ib/IIa – und damit wird der Antikörper erstmals am Menschen getestet. Die Zulassung bekam erst letzte Woche. Die ganze Biotech- und natürlich auch die Finanzbranche schaut jetzt schon gespannt darauf, auch wenn eine Auslizenzierung am Ende der Phase II voraussichtlich erste in 2012 erfolgt.

    Wer sich für Biotechs interessiert, für den ist Morphosys ein Basisinvestment. Der Aufwärtstrend seit den März-Börsentiefs eine Augenweide. Jetzt gilt es, den Widerstand bei knapp um die 19 EUR zu knacken. Dann ist der Weg zu neuen Höhen frei.

    Morphosys: von Kooperation zu Kooperation

    Krise? Welche Krise? Wenn Sie sich den Kurs des Biotech-Spezialisten MorphoSys AG reinziehen, dann gibt es für dieses Unternehmen an der Börse keine Krise. Volatile Seitwärtsbewegung ja, aber man steht in etwa da wie vor einem halben Jahr.

    Hintergrund ist wohl, dass das Geschäftsmodell therapeutische Antikörper sowie Forschungs-Antikörper zunehmend Fahrt aufnimmt. Vor allem das Geschäft mit eigenentwickelten Antikörpern, denn hier ist – im Erfolgsfall – die Wertsteigerung für Morphosys deutlich höher.

    Bezeichnend hierfür ist die neueste Kooperation mit dem Biotech-Unternehmen Galapagos N.V.. Ziel sei es, neuartige Wirkmechanismen zur Behandlung entzündlicher Knochen- und Gelenkserkrankungen wie etwa der Rheumatoiden Arthritis, Osteoporose und Osteoarthritis zu entdecken und Antikörpertherapien gegen diese Krankheiten zu entwickeln. Beide Unternehmen gründen da zu 50:50-Joint-Venture, und stellen hier ihre Schlüsseltechnologien sowie ihre Expertise zur Verfügung. Bei erfolgreichem Verlauf könnten die ersten Antikörperprogramme aus der Allianz innerhalb von vier bis fünf Jahren die klinische Entwicklung erreichen. Das Besondere für MorphoSys: Man erhält Zugang zu neuartigen krankheitsrelevanten Zielmolekülen aus der sehr erfolgreichen Wirkstoffforschung der Belgier – und parallel ist die Kostenbelastung für die Münchner relativ überschaubar.

    Erst vorgestern bekam MorphoSys überdies vom US-amerikanischen Patent- und Markenamt die Erteilung eines Patents bestätigt, das den Einsatz von Antikörpern gegen das krankheitsrelevante Zielmolekül GM-CSF schützt. Das Patent basiert auf einer Patentanmeldung durch die Universität Melbourne aus dem Jahr 2000. Im Jahr 2007 unterzeichnete MorphoSys eine Vereinbarung mit der Universität Melbourne, durch die sich das Unternehmen exklusiven Zugang zu dem jetzt erteilten US-Patent und deren Nachfolgern gesichert hat. Das Patent schützt den Einsatz eines Antikörpers gegen das krankheitsrelevante Zielmolekül GM-CSF mit dem Ziel, die Auswirkungen von Entzündungsreaktionen zu lindern.

    MorphoSys profitiert von der Not der großen Pharma-Unternehmen. Diese benötigen dringend gute neue Präparate, aber die Forschung ist zum einen sehr teuer und schwierig und die Zulassungshürden sehr hoch. Erst Ende Oktober hat Morphosys nach Super-Q3-Zahlen die Gewinnprognosen für das Gesamtjahr nach oben revidiert. Operativ sollen nun 15 bis 16 Mio. EUR in der Kasse unterm Strich klingeln, vorher ging man von 9 bis 11 Mio. EUR aus. Nach wie vor sitzt man auf einem Cash-Bestand von ca. 135 Mio. EUR – mehr als ein Drittel der aktuellen Marktkapitalisierung. Eine Partnerschaft mit Novartis spült dem Unternehmen auf Sicht mehrerer Jahre etliche 100 Mio. USD in die Kassen, im Idealfall könnte es eine Gesamtsumme von über einer Mrd. USD werden.

    Funddamental sollte MorphoSys eigentlich viel höher stehen – aber eine Seitwärtsbewegung ist in heutigen Märkten ja auch schon ein Erfolg. Nichtsdestoweniger: Der aktuelle Sägezahnmarkt schreit nach einem Ausbruch nach oben. Langsam erste Positionen aufbauen, und bei nachhaltigem Ausbruch über 50 EUR richtig zulangen. Kursziel 70 EUR.

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