Der Goldpreis steht heute wieder dort, wo er das Jahr 2012 begonnen hat. Marktkreise in London sprechen von einem ereignislosen Handel.

ETF-Verkäufe ohne nennenswerte Auswirkungen

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Der weltgrösste Gold-ETF, der SPDR Gold Trust, musste gestern Abflüsse im Umfang von 17,5 Tonnen hinnehmen. Das ist der grösste Tagesabfluss seit August 2011. Auf die Entwicklung des Goldpreises, folgend dargestellt mit dem Gold 100 oz June 2012 Future in USD (Bild 1), hatte diese Nachricht aber keine überaus negative Auswirkung. Investoren – in Aktien und in Rohstoffen – scheinen sich mittlerweile einiges gewohnt zu sein. Charttechnisch sind wir an einem interessanten Punkt angelangt. Aktuell steht der Preis nämlich nur noch 8 US-Dollar über dem Jahresstart bei 1.550 US-Dollar. Anleger auf der Long-Seite müssen nun hoffen, dass diese Linie hält. Sonst könnte es ohne grösseren Widerstand in Richtung 1.500 US-Dollar runtergehen.

Thomas J. Caduff ist Chefredaktor der YouQuant.com - ETF-/ETP-Flash’s (www.youquant.com), der QuantScreener.com - Fonds-Flash’s (www.quantscreener.com) und des Chart-Signal-Dienstes IndexPerformer.com (www.indexperformer.com). Dies alles sind Publikationen der ICN Trust Finance AG (www.icngroup.com).

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

Risikohinweis: Aktien, Rohstoffe, Zinsen und Währungen sind volatil. Deshalb kommen ETPs nur für Anleger in Frage, die das Risiko verstehen und auch tragen können. Eine laufende Überwachung ist empfehlenswert.

Autor: Thomas J. Caduff