Volle Fahrt in die Zukunft

Die BMW Group hat neue Produkte in der Pipeline und ist gut in den Emerging Markets positioniert. 2011 war ein Rekordjahr für den Konzern, 2012 könnte wieder eines werden. Analysten bewerten den Ausblick positiv.

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„Automobile zu entwickeln, die allen Herausforderungen der Zukunft gewachsen sind – effizient, intelligent, vernetzt.“ Mit diesem Slogan wirbt BMW für den vierten Teil des Actionfilms „Mission Impossible“, in dem die Autos des Konzerns eine wichtige Rolle einnehmen. Sie bieten Geheimagent Ethan Hunt, gespielt von Tom Cruise, einen hochmodernen und zuverlässigen fahrbaren Untersatz für seine atemberaubenden Verfolgungsjagden. BMW möchte diesen Anspruch aber nicht nur für Actionhelden umsetzen. Die restlichen BMW-Fahrer sollen ebenfalls ein unvergleichliches Fahrerlebnis haben. Die Bayerischen Motoren Werke setzen viel daran, ein modernes Auto zu produzieren, das sich den veränderten Umständen anpasst: Autos müssen heutzutage deutlich weniger Benzin verbrauchen, lautlos über Straßen gleiten, gleichzeitig aber mehr Leistung erbringen.

Innovationsfreude gewinnt

Der über 100.000 Mitarbeiter starke Konzern versucht, die zahlreichen Herausforderungen mit Innovationsfreude zu meistern. Das Dauerbrennerthema auf dem Automarkt sind derzeit elektrisch betriebene Autos. BMW steht mit seinen Neuerungen nicht hinten an: Bereits im kommenden Jahr wird der Münchner Fahrzeughersteller seine ersten Serien-E-Autos auf den Markt bringen. Die Autos werden nicht nur beim regulären Absatz eine Rolle spielen. BMW gründete 2011 zusammen mit Sixt das Tochterunternehmen DriveNow. In München, Berlin und Düsseldorf verleiht das Carsharing-Unternehmen Autos auf Minutenbasis. Zukünftig wird DriveNow auch Elektroautos anbieten. Der Konzern wird somit mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Er kann testen, wie die E-Autos bei den Nutzern ankommen, er erschließt eine neue Zielgruppe von jungen Menschen, die kein eigenes Auto mehr besitzen möchten, und BMW baut sich gleichzeitig einen neuen Vertriebskanal auf.

Damit E-Autos weniger Energie verbrauchen und gleichzeitig leistungsfähiger sind, ist es essenziell, dass die neuen Modelle an Gewicht verlieren. 2011 hat BMW einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht: Die BMW AG hat über 15 Prozent an der Firma SGL Carbon SE erworben. Die Zusammenarbeit trägt bereits erste Früchte. Vergangenen September eröffnete BMW gemeinsam mit dem US-amerikanischen Karbonfaserhersteller ein Werk in den USA. Laut BMW-Geschäftsbericht wird die Produktionsanlage eine zentrale Rolle bei der Herstellung von ultraleichten karbonverstärkten Kunststoffen spielen. Die Gewichtsreduzierung der Fahrzeuge trägt zudem dazu bei, dass die Fahrzeuge weniger CO2 ausstoßen.

Bei aller Innovationsfreude bleibt das Unternehmen, das 2016 seinen 100. Geburtstag feiert, seinen Grundwerten treu. Im Gegensatz zu anderen Autoherstellern konzentriert es sich auf sein Kerngeschäft, das Segment der Premium-Automobile sowie Motorräder. Für Kontinuität sorgt unter anderem die Aktionärsfamilie Quandt, die bereits seit über 50 Jahren in den Konzern investiert ist. Trotz dieser langen Zeitspanne ist die Familie immer noch auf dem neuesten Stand, wie beispielsweise Susanne Klatten, Tochter von Johanna Quandt, beweist. Sie hatte die Entscheidung getroffen, in das Karbongeschäft einzusteigen.

Erster Rang bei Nachhaltigkeit

Die Strategie von BMW scheint aufzugehen und der Konzern kann zahlreiche Erfolge verbuchen. So belegt BMW seit April dieses Jahres aufgrund seiner Umweltanstrengungen bereits zum zweiten Mal beim Sustainalytics Nachhaltigkeitsranking den ersten Platz. Im Mai erhielt der Konzern zudem den AutomotiveINNOVATIONS Award, der die innovationsstärkste Automobilmarke auszeichnet. Dass sich BMW größter Beliebtheit erfreut, spiegelt sich in den Besucherzahlen der BMW Welt und des BMW Museums in München wider. 2,8 Millionen Besucher – doppelt so viele wie in Schloss Neuschwanstein – besuchten 2011 hier Lesungen, Konzerte oder ließen sich von Experten Motoren erklären.

Der deutlichste Indikator für den Erfolg BMWs sind die Absatzzahlen. „Das abgelaufene Geschäftsjahr war das bislang beste Jahr in der Unternehmensgeschichte“, sagte Vorstandsvorsitzender der BMW AG, Norbert Reithofer. „Wir haben neue Rekordwerte bei Absatz, Umsatz und Konzernergebnis erreicht.“ Insgesamt konnte die BMW Group im vergangenen Jahr 1,67 Millionen Autos ihrer Marken BMW, Mini und Rolls-Royce verkaufen. Das entspricht einem Absatzplus von 14,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern konnte um 52,1 Prozent auf knapp 7,4 Milliarden Euro gesteigert werden. Auch die Aktionäre sind über die positiven Nachrichten mehr als erfreut. 2011 schüttete die BMW AG 2,30 Euro pro Aktie aus. Das fulminante Jahr 2011 spornt BMW an. Der Autokonzern möchte in diesem Jahr wieder Rekorde brechen. „Die BMW Group will 2012 stärker als der Gesamtmarkt wachsen“, sagte Vorstandsvorsitzender Reithofer. In den ersten Monaten dieses Jahres hat sich der Konzern eisern an die Vorgabe gehalten, eine Rekordmeldung jagt die nächste. So berichtete die BMW Group Anfang Mai, dass sie das erfolgreichste erste Quartal in ihrer Unternehmensgeschichte eingefahren habe. Bis jetzt sieht es danach aus, als ob BMW seine Erfolgsversprechen halten könnte.

Der Konzern ist sehr gut aufgestellt. Neben innovativen Techniken kann BMW mit dem neuen 3er BMW punkten, der seit Februar dieses Jahres auf dem Markt ist und ein wichtiger Wachstumstreiber sein dürfte. Die Emerging Markets werden ebenfalls entscheidend zum Wachstum beitragen. In Asien lag der Umsatzerlös 2007 noch bei 7,3 Milliarden Euro, 2011 war der Betrag mit 19,2 Milliarden Euro bereits mehr als 2,5-mal so hoch. Gerade China ist ein wichtiger Abnehmer. Um der Nachfrage nachzukommen, eröffnete der Konzern Ende Mai ein zweites Werk im Reich der Mitte. Insgesamt können nun 200.000 Autos pro Jahr in China produziert werden. Die BMW Group ist mit den Planungen schon einen Schritt weiter und möchte zusätzlich 500 Millionen Euro in China investieren, um „die Voraussetzung für weiteres Wachstum zu schaffen“, erläutert Reithofer. Mittelfristig plant der Fahrzeugbauer, seine Kapazitäten auf 300.000 Einheiten zu erhöhen. „Durch unsere flexiblen Werksstrukturen können wir je nach Marktentwicklung sogar ein Volumen von bis zu 400.000 Fahrzeugen lokal produzieren“, so der Unternehmenschef weiter.

Grafik: Emerging Markets bringen BMW voran

Quelle: onemarkets Magazin HypoVereinsbank, Juli 2012

Vorteil: Motorradsegment

Auch wenn Autos in China eine immer größere Rolle spielen, kann BMW zusätzlich mit seiner Motorrad-Sparte punkten. Krafträder erleben in Asien gerade eine Renaissance. 2011 konnte dieser Bereich lediglich ein moderates Wachstum von 3,1 Prozent verbuchen. Das könnte sich aber in naher Zukunft ändern. Zumal BMW hier einen klaren Vorteil gegenüber seinem direkten Konkurrenten Daimler hat, der keine Zweiräder im Portfolio hat. Analysten bewerten BMWs Engagement in China als einen der Hauptwachstumsfaktoren. Zusätzlich könnte der sich erholende US-Automarkt zu weiterem Wachstum beitragen. Das Analysehaus Kepler stuft die Aktie mit „Buy“ ein. Für BMW läuft es momentan ausgezeichnet und bisher scheint kein Abwärtstrend in Sicht. Derzeit steht die Aktie bei 57,38 Euro (Stand: 10. Juli 2012). Viele Finanzexperten gehen davon aus, dass die Aktie bis auf 80 Euro steigen wird; einige Analysten glauben, dass die Aktie sogar bis auf 90 Euro steigen könnte. Trotz der guten Aussichten birgt die Aktie des Konzerns ein paar Risiken: Zum Beispiel ist es im derzeitig volatilen Marktumfeld schwierig vorherzusagen, wie sich der Absatzmarkt im Reich der Mitte entwickeln wird. Laut Marktbeobachtern könnten die Autopreise auf dem chinesischen Markt eventuell fallen.

Protect-Anleihe sichert ab

Für Anleger, die von einer positiven Entwicklung der BMW AG überzeugt sind, sich aber dennoch etwas absichern wollen, kann eine Aktienanleihe Protect auf die Aktie der BMW AG ein interessantes Investment sein. Schließt die Aktie des DAX®-Konzerns am Bewertungstag auf oder über der Sicherheitsschwelle, erhalten Anleger am Fälligkeitstag den Nominalbetrag plus eine Zinszahlung in Höhe von zum Beispiel 8 Prozent. Schließt der Basiswert unterhalb der Sicherheitsschwelle, erfolgt die Rückzahlung durch Lieferung von Aktien. Verluste sind möglich. Anleger, die von steigenden Kursen der BMW Aktie ausgehen, können eventuell mit einem Bonus Zertifikat auf die Aktie der BMW AG profitieren. Fällt der Kurs des Basiswertes während des Beobachtungszeitraums nie unter die Sicherheitsschwelle, erhalten Anleger am Laufzeitende mindestens den Bonusbetrag. Sollte die Aktie am Laufzeitende über dem Bonusniveau notieren, nehmen Anleger vollständig an der Entwicklung teil. Ist der Kurs im Beobachtungszeitraum einmal auf oder unter die Sicherheitsschwelle gefallen, erfolgt die Lieferung durch Aktien. Es kann zu Verlusten kommen. Anleger sollten bedenken, dass Aktienanleihen und Bonus-Zertifikate Inhaberschuldverschreibungen sind. Bei einer Insolvenz der entsprechenden Emittentin droht ein Verlust bis hin zum Totalverlust.

Weitere Infos: www.onemarkets.de

Diese News enthält lediglich ausgewählte Produktmerkmale und dient nur Informationszwecken. Die darin enthaltenen Angaben stellen kein Angebot und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf der Produkte dar und können eine individuelle Beratung des Anlegers nicht ersetzen. Vollständige Informationen können dem jeweiligen rechtlich maßgeblichen Basisprospekt nebst eventueller Nachträge sowie den entsprechenden Endgültigen Bedingungen entnommen werden.