Gerade in Krisenzeiten lohnt es sich, einen Schritt zurückzutreten und die längerfristige Entwicklung der Aktienmärkte im Blick zu behalten. Während einzelne Aktien auf lange Sicht sehr wohl fallen und sogar wertlos werden können, gilt das für den Aktienmarkt als Ganzes nicht. Ignoriert man die durch Übertreibungen nach oben und nach unten entstehenden Verzerrungen, zeigt sich sehr deutlich, dass die Aktienmärkte auf lange Sicht exponentiell wachsen.

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    Das exponentielle Wachstum der Aktienkurse ist dabei nahe verwandt mit dem Wachstum der Geldmenge. Seit die Geldmenge nicht mehr an einen Goldstandard gekoppelt ist, entweder direkt oder indirekt (wie im Bretton-Woods-System), wächst die Geldmenge exponentiell. Da dies praktisch in allen Volkswirtschaften zu beobachten ist, scheint das exponentielle Wachstum der Geldmenge kein Zufall zu sein. In einem Geldsystem, das nicht an Gold oder einen anderen "realen Vermögenswert" gekoppelt ist, kann die Geldmenge offenbar nur exponentiell wachsen. Ein Geldsystem, in dem die Währungseinheiten keinen „inneren Wert“ besitzen, wird dabei auch als Fiat-Geldsystem bezeichnet.

    Die folgende Grafik vergleicht die Entwicklung der Geldmenge M1 in der Eurozone (linke Skala, in Mio. Euro) mit dem DAX (rechte Skala). Die Geldmenge M1 umfasst dabei den gesamten Bargeldbestand sowie sämtliche Sichteinlagen, also insbesondere Guthaben auf Giro- und Tagesgeldkonten.

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    Die exponentielle Ausweitung der Geldmenge sorgt auch für die Inflationierung aller Vermögenswerte. Auf lange Sicht können Kurse von Aktienindizes - ähnlich wie Immobilienpreise - im aktuellen Geldsystem gewissermaßen nur steigen.

    Natürlich führt die Ausweitung der Geldmenge auch zu Spekulationsblasen, in denen die Preise der Vermögenswerte vorübergehend deutlich stärker steigen als die Geldmenge und dafür anschließend wieder hinter das Geldmengenwachstum zurückfallen. Diese Schwankungen treten meist im Sieben-Jahres-Rhythmus auf und führen zu den bekannten Bullen- und Bärenmärkten.

    Auf lange Sicht sind Aktienmärkte in einem Fiat-Geldsystem aber dazu verdammt, zu steigen. Anleger sollten das bei ihren langfristigen Anlageentscheidungen berücksichtigen.

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    CW6AM4 11.131,10 Pkt. 11.131,10 Pkt. 5,29 5,30 20,79 open end
    CW7L4V 10.842,40 Pkt. 10.842,40 Pkt. 2,51 2,52 45,20 open end