Genau wie im Jahr 2008 hat der Goldpreis in wenigen Wochen 20 Prozent vom Top verloren. Doch der langfristige Aufwärtstrend ist intakt. Welche Zertifikate jetzt die besten Chancen versprechen.

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Der „Titelblatt-Indikator“ lieferte wieder einmal die richtigen Signale. Nachdem der Höhenflug des Goldpreises bis über die Marke von 1.900 US-Dollar führte und zahlreiche Magazine, Tageszeitungen und TV-Sendungen über das Thema berichtet hatten, folgte prompt die Korrektur. Aufgrund der überhitzten Situation waren aus charttechnischer Sicht Verluste ohnehin programmiert. Schließlich betrug der Abstand zur 200-Tage-Linie in der Spitze über 400 US-Dollar – so viel wie seit Jahren nicht.

Dass die Korrektur so heftig ausfallen würde, hatte aber wohl kaum ein Marktteilnehmer erwartet. In der Spitze hat der Goldpreis von seinem Top bei knapp 1.921 US-Dollar knapp 390 US-Dollar oder rund 20 Prozent abgegeben. „Die Preisbewegung ist durchaus vergleichbar mit der Situation nach der Lehman-Pleite“, stellen die Analysten der DZ Bank fest. Auch damals korrigierte der Goldpreis um rund 20 Prozent. Aus Sicht der Experten sind die Gründe für den Kursverfall heute wie damals die gleichen: Der schnelle Anstieg der Unsicherheit führte zu einer Verkaufswelle von risikobehafteten Aktiva, darunter auch Gold. Sprich: Großanleger machten schlicht Kasse und nahmen Gewinne mit. Hinzu kamen die temporäre Stärke des US-Dollar sowie Verkäufe von kurzfristigen Investoren am Futuresmarkt.

„Aus fundamentaler Sicht reißt der für Gold positive Nachrichtenfluss nicht ab“, erklärt die DZ Bank weiter. „Neben der US-Konjunkturschwäche bleibt die Überschuldungskrise dies- und jenseits der Atlantiks weiterhin der dominierende Unsicherheitsfaktor.“ Interessant ist in dem Zusammenhang, dass der Goldpreis trotz der jüngsten Entspannung an den Aktienmärkten, die auf der Hoffnung auf eine Lösung der Schuldenkrise basiert, gestiegen ist. Scheinbar nutzen langfristig orientierte Anleger die aktuellen Kurse zum Nachkauf oder Neueinstieg. Gemessen an Kennzahlen wie dem Gold/S&P 500-Ratio hat das Edelmetall noch viel Platz nach oben.

Je nachdem, welches Szenario für die Entwicklung des Goldpreises unterstellt wird, bietet der Zertifikatemarkt verschiedene Alternativen. Da wir „bullish“ für das Edelmetall gestimmt sind, empfehlen wir als Basisinvestment das währungsgesicherte Partizipations-Zertifikat (ISIN DE000DB0SEX9) von der Deutschen Bank. Das Papier bildet die Entwicklung des Goldpreises in US-Dollar eins zu eins in Euro ab.

Risikobereite Anleger können zu Turbo Long-Zertifikaten greifen, sollten dabei aber auf einen ausreichenden Abstand zur Knock-Out-Schwelle achten. Ein Mini Long-Zertifikat (ISIN DE000BN6GGD6) von der BNP Paribas bietet einen Risikopuffer von 25,5 Prozent. Das Papier bildet Gewinne des Goldpreises überproportional – mit dem Faktor 3,7 – ab. Vorsichtigere Naturen wählen Produkte mit Teilschutz. Ein Discounter (ISIN DE000SG2C7S6) von der Société Générale wirft im September 2012 einen Ertrag von 5,6 Prozent ab, wenn der Goldpreis dann bei 1.400 US-Dollar oder darüber steht.

Hoch interessant ist aufgrund der aktuellen Marktsituation, in der es jederzeit zu weiteren Korrekturphasen kommen kann, ein währungsgesichertes Capped Bonus-Zertifikat (ISIN DE000AA3G8X0) von der Royal Bank of Scotland. Sollte der Goldpreis bis zum 21. Dezember 2012 stets über der Barriere von 1.250 US-Dollar bleiben, beträgt die maximal erzielbare Rendite 16,7 Prozent. Mit einem Risikopuffer von komfortablen 25,3 Prozent ist das Papier eine gute Depotbeimischung für risikobewusste Anleger.

Fazit: Der Goldpreis hat von seinem Höchststand in der Spitze gut 20 Prozent abgegeben. In der Vergangenheit, speziell im Herbst 2008, stellte eine Korrektur in dieser Höhe oftmals einen Wendepunkt dar. So auch dieses Mal: Seit dem Tief hat die Notiz bereits wieder fast 40 Prozent der vorangegangenen Verluste wettgemacht. Mittels Partizipations- und Turbo Long-Zertifikaten setzen Anleger auf einen weiteren Anstieg. Wer hingegen eine erneute Korrektur nicht ausschließt, kommt um Zertifikate mit Teilschutz nicht herum. Die Papiere sind auch für Anleger geeignet, die so schnell keine neue Rekordjagd beim Goldpreis erwarten. Mit einer hohen Seitwärtsrendite bei gleichzeitig großem Risikopuffer wartet das Quanto Capped Bonus-Zertifikat von der Royal Bank of Scotland auf. Das Papier wirft im Dezember 2012 einen Ertrag von fast 17 Prozent ab, wenn der Goldpreis bis dahin stets oberhalb von 1.250 US-Dollar je Feinunze notiert – eine lösbare Aufgabe.

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