Die Aktie der Deutschen Telekom verdaut den Dividendenabschlag. Operativ ist es gar nicht so schlecht um den Konzern bestellt // Einstieg in eine Aktienanleihe bietet sich an

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Verwundert mag sich am 25. Mai so mancher Anleger die Augen gerieben haben, als die Aktie der Deutschen Telekom mit einem Minus von mehr als sieben Prozent den Handel eröffnete. Doch alles halb so wild: Weder eine Gewinnwarnung noch sonstige schlechte Nachrichten haben auf den Aktienkurs gedrückt. Stattdessen war dafür der Dividendenabschlag von 0,70 Euro je Aktie verantwortlich, der am Tag nach der Hauptversammlung von der Notiz abgezogen wurde.

Nichtsdestotrotz – oder gerade deshalb – notiert die T-Aktie nur noch wenige Cent vom 2009 markierten Allzeittief entfernt. Doch so schlecht, wie der Kurs vermuten lässt, ist es um die Telekom gar nicht bestellt. Im ersten Quartal 2012 hat der Konzern dank eines stabilen Geschäfts auf dem Heimatmarkt besser abgeschnitten als erwartet. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) und Sonderposten verharrte mit 4,48 Mrd. Euro auf dem Vorjahresniveau. Zudem wurde die Jahresprognose bestätigt. Das Ebitda soll bei rund 18 Mrd. Euro landen – ein leichter Rückgang gegenüber dem 2011 erzielten Wert von 18,9 Mrd. Euro.

Die Bewertung mit dem 1,9-Fachen des für 2012 erwarteten Ebitda und eine Dividendenrendite von rund neun Prozent sichern den Kurs nach unten ab. Auf der anderen Seite dürfte die Notiz aber auch nach oben keine großen Sprünge machen – vor allem, wenn die Telekom ihre größte Baustelle – das amerikanische Mobilfunkgeschäft – nicht in den Griff bekommt. Nach dem Scheitern des geplanten Verkaufs an AT&T sucht die Telekom weiter nach einer Lösung.

Um von einer Seitwärtsbewegung zu profitieren, bietet sich das Investment in die Aktienanleihe (ISIN DE000VT40W08 ) von Vontobel an. Um mit dem Papier die Maximalrendite von 12,6 Prozent bzw. 12,1 Prozent p.a. auszuschöpfen, muss die T-Aktie am 21. Juni 2013 mindestens bei 7,50 Euro stehen. Aktuell notiert der Kurs leicht darüber. Doch sollten Anleger nicht vergessen, dass noch vor Laufzeitende, nämlich im Mai 2012, der nächste Dividendenabschlag von voraussichtlich 0,70 Euro lauert. Wenn das Underlying den Basispreis nicht erreicht, werden Aktien entsprechend dem Bezugsverhältnis geliefert.

Fazit: Die Aktienanleihe auf die Deutsche Telekom ermöglicht im Juni 2013 eine Rendite von 12,6 Prozent bzw. 12,1 Prozent p.a. Um diese zu erzielen, muss die T-Aktie dann mindestens bei 7,50 Euro notieren. Diese Marke liegt knapp unterhalb der aktuellen Notiz. Allerdings müssen Anleger den Dividendenabschlag im Mai 2013 in ihr Kalkül mit einbeziehen.

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