Ein Kommentar, wie der des Kollegen Paul Krugman vom Wochenende war längst überfällig. Schließlich darf man erwarten, dass die nahende Entscheidung über den ESM von prominenter Seite rechtzeitig „unterfüttert“ wird. Krugman ist schließlich Wirtschaftsnobelpreisträger, er weiß deshalb wovon er redet. Jedenfalls glauben das immer noch einige Leute…

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Und jetzt empfiehlt Krugman den Europäern, mit dem Geldausgeben so richtig anzufangen. Der ESM ist hierfür ja bekanntlich genau das richtige Instrument: Damit wird die Schuldenmacherei in Europa in nie gekannte Dimension emporsteigen. Doch die Europäer zieren sich, insbesondere den „kleinen Leuten“ scheint allmählich ein Licht aufzugehen. Auf www.abgeordneten-check.de etwa wurden mittlerweile fast 820.000 Petitionen gegen dieses Finanzputschgesetz mobilisiert.

Vielleicht haut der Nobelpreisträger Krugman ja auch deshalb jetzt richtig einen raus und präsentiert uns die Vereinigten Staaten als leuchtendes Vorbild. Dort würde man nicht so ängstlich sparen wie auf dem alten Kontinent sondern stattdessen das Geld mit vollen Händen zum Fenster hinauswerfen. Deshalb sei dort, in den USA, alles auch viel besser. Nehmt Euch also ein Beispiel, ihr Hasenfüße. Sagt Krugman:

http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/krugman-kritisiert-europaeer-prasst-euch-gesund/6620202.html
Man reibt sich ja verwundert die Augen, wenn man im fünften Jahr der Finanzkrise solchen Schwachsinn aus der Feder eines Nobelpreisträgers liest. Vielleicht ist dem geweihten Wissenschaftler ja auch entgangen, dass die Vereinigten Staaten gerade wegen ihrer Maßlosigkeit beim Geldausgeben schon mehrfach kurz vor dem Staatsbankrott gestanden haben, dass der Bundesstaat Kalifornien, mithin eine der größten Volkswirtschaften der Welt, vor dem Kollaps steht. Dass der Immobilienmarkt im Land trotz rekordtiefer Zinsen seit drei Jahren nicht auf die Beine kommt. Dass in den Vereinigten Staaten noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg so viele Menschen über einen so langen Zeitraum arbeitslos waren wie heute. Oder dass noch nie so viele US-Bürger auf Lebensmittelmarken angewiesen waren, um nicht zu verhungern.

All dies hat das einst stolze Land einer Politik zu verdanken, die den Konsum auf Pump zum Allheilmittel hochstilisiert hat. In der es darum geht, die Menschen immer tiefer in den Schuldensumpf zu treiben, indem sie immer mehr Geld für überflüssigen Plunder ausgeben. Herzlichen Dank für den klugen Rat, Herr Nobelpreisträger…

Im Internet habe ich kürzlich einen wirklich klugen Satz gelesen. Er lautet:

„Die Menschheitsgeschichte wird mehr und mehr zu einem Rennen zwischen Aufklärung und Katastrophe“.
Das kann man tatsächlich so sehen. Noch vor zwei oder drei Jahren hätten die meisten Menschen die Dinge, die heute nahezu täglich passieren, niemals für möglich gehalten:

Die Strafanzeige von Wirtschaftsstrafrechtlern gegen die Bundesbank, die Verfassungsklage einer früheren Bundesjustizministerin gegen den „Euro-Rettungsschirm“, drohende Staatspleiten in Spanien oder gar Italien, den kometenhaften Aufstieg politischer „Piraten“, die sich für mehr Demokratie einsetzen. Und all dies vor dem Hintergrund einer angeblich alternativlosen Wirtschafts- und Finanzpolitik á la Krugman, die sich selbst mehr und mehr als Lügengebäude enttarnt und in der immer mehr Menschen den Weg in die Katastrophe erkennen.

Eigentlich ist das alles ziemlich unglaublich...

Im Antizyklischen Börsenbrief haben wir einige dieser Entwicklungen schon vor Jahren angekündigt. Die Katastrophe, die wir mitunter auch erwartet haben, ist bislang glücklicherweise ausgeblieben. Und vielleicht haben wir sogar die Chance, dass dies auch in Zukunft so bleibt.

Man hat derzeit tatsächlich den Eindruck, dass da draußen gerade ein Kampf stattfindet. Vielleicht könnte man es so beschreiben: Das Licht ringt mit der Dunkelheit.

Wenn in diesem Monat im Vorfeld der Bundestagsabstimmung über den ESM überall in Deutschland Menschen auf die Straße gehen, um gegen die „Rettungspolitik“ der Bundesregierung zu protestieren, dann ist auch das Ausdruck dieser Auseinandersetzung zwischen einander diametral entgegenwirkenden Kräften.

Was uns an den Entwicklungen besonders freut: Vor einigen Jahren waren wir mit unseren Warnungen noch ziemlich allein auf weiter Flur. Doch allmählich scheinen immer mehr Menschen aufzuwachen. Das gibt Anlass zu der Hoffnung, dass sich die Dinge zum Besseren wenden werden.

Und zwar trotz der „klugen“ Kommentare, wie sie ein Paul Krugman von sich gibt.

Oder vielleicht gerade deswegen…

Wie wir die Lage jetzt einschätzen und was wir unseren Lesern raten, das lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs, die vor wenigen Tagen erschienen ist.

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Zum Autor:
Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG, und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs. Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de und www.antizyklischer-aktienclub.de