London (BoerseGo.de) – Die Unsicherheiten um Griechenland & Co. haben bereits in der vergangenen Woche, also noch bevor die Ratingagenturen Irland und Griechenland abgestuft hatten, die ETF-Anleger verunsichert. Aus ETFs auf den europäischen Bankensektor flossen in der Woche bis zum 8. Juli Millionen ab. Das geht aus der Studie über die Einzelsektoren des STOXX 600 von BlackRocks ETF-Expertin Deborah Fuhr hervor. Insgesamt 42,7 Millionen US-Dollar zogen die Anleger auf ETFs auf den STOXX Europe 600 Banks ab. Seit Anfang des Jahres überwiegen jedoch die Zuflüsse mit 260,8 Millionen US-Dollar. Der europäische Finanzsektor, der in der letzten Juniwoche Abflüsse von 21,5 Millionen US-Dollar hinnehmen musste, verlor nun 11,9 Millionen US-Dollar.

Anzeige

Dafür floss viel in Rohstoffe. Der europäische Rohstoffsektor verzeichnete unter allen Sektoren mit 74,7 Millionen US-Dollar die höchsten Zuflüsse. Der Index beinhaltet die 20 liquidesten Aktien von Unternehmen aus der europäischen Rohstoffproduktion. Der Öl & Gassektor, der in der Vorwoche erstmals seit Längerem wieder Zuflüsse gesehen hatte und in der Woche bis zum 1. Juli neue Investorengelder in Höhe von 44,1 Millionen US-Dollar anziehen konnte, hat auch in der Woche bis zum 8. Juli Zuflüsse verzeichnen können. Hier investierten die ETF-Anleger 20,4 Millionen US-Dollar.

Insgesamt haben ETFs auf die 20 europäischen Sektorenindizes überwiegend Zuflüsse gesehen. Diese lagen in der Woche bis zum 8. Juli bei insgesamt 85,7 Millionen US-Dollar. In der Vorwoche waren es 38 Millionen US-Dollar.