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Den ruhigen Wochenauftakt mit einer engen Handelsspanne von gerade einmal 45 Punkten möchten wir nutzen, um einen Blick auf den Wochenchart der deutschen Standardwerte zu werfen. Zunächst einmal zeigt sich hier ein klassischer „shooting star“. Das eigentlich Interessante dabei ist aber, dass sich das mit Vorsicht zu genießende Kursmuster exakt zwischen den beiden Glättungslinien der letzten 90 bzw. 38 Wochen (akt. bei 6.615/6.393 Punkten) ausgeprägt hat. Da eine „bearishe“ Auflösung des „shooting stars“ – hierfür ist ein Abgleiten unter das Vorwochentief auf Schlusskursbasis vonnöten – demnach gleichbedeutend mit einem Bruch der 38-Wochen-Linie wäre, droht dem DAX® bei einer negativen Weichenstellung echtes Ungemach. In der Folge dürfte die Kurslücke von Ende Juni bei 6.262/40 Punkten zügig geschlossen werden. Perspektivisch sollten sich Anleger dann sogar auf ein Wiedersehen mit dem Junitief bei 5.914 Punkten einstellen. Um die negativen Implikationen des beschriebenen Candlestickmusters dagegen zu den Akten zu legen, ist ein Spurt über die 90-Wochen-Glättung bzw. das jüngste Wochenhoch bei 6.642 Punkten notwendig.

Euro-BUND-Future (daily): Müder Wochenauftakt

Ähnlich bewegungsarm wie beim DAX® verlief auch der Start in die neue Woche beim Euro-BUND-Future. Diese Aussage spiegelt sich zwar bereits in der unterdurchschnittlichen Handelsspanne von lediglich 43 Ticks wider, lässt sich allerdings noch sehr viel deutlicher anhand der extrem dünnen Umsätze festmachen. So wurden gestern weniger als 500.000 Kontrakte gehandelt. Lässt man die Kontraktwechsel außen vor, war ein ähnlich dünnes Volumen in diesem Jahr noch nicht häufig festzustellen. Solange das Rentenbarometer dabei aber oberhalb der Kombination aus der 38-Tages-Linie (akt. bei 143,14) sowie dem Hoch vom 18. Juni bei 143,09 notiert, ist der Blick weiter in Richtung des bisherigen Rekordstandes bei 146,89 gerichtet. Auf der Unterseite würde dagegen ein schnelles Rebreak dieser Bastion für einen ersten faden Beigeschmack sorgen. Ernsthafte Schwierigkeiten drohen dem Euro-BUND-Future aber erst, wenn das ultimative Haltecluster aus dem Aufwärtstrend seit April 2011 (akt. bei 140,53), den Hochpunkten bei gut 140 sowie der 200-Tages-Linie (akt. bei 139,02) verletzt wird.

EUR/USD (daily): Neues Jahrestief verheißt nichts Gutes

Wie befürchtet hat die Auflösung der mehrfach beschriebenen „bearishen“ Flagge (untere Begrenzung akt. bei 1,2455 USD) den Euro im Vergleich zum US-Dollar auf ein neues Jahrestief gedrückt (siehe zuletzt „Daily Trading“ vom 6. Juli). Aufgrund der frischen Ausstiegssignale seitens der Trendfolger MACD und Aroon auf Tages- sowie des jüngsten „bearish engulfing“ im Chartverlauf auf Wochenbasis, müssen Anleger inzwischen ein nachhaltiges Unterschreiten der horizontalen Haltezone aus dem Tief vom Herbst 2008 und dem alten Jahrestief vom Juni bei 1,2328/2286 USD einkalkulieren. Perspektivisch droht in der Folge sogar ein Wiedersehen mit dem Sechs-Jahres-Tief vom Juni 2010 bei 1,1875 USD, zumal das kalkulatorische Abschlagspotential – abgeleitet aus der beschriebenen Flagge – ein rechnerisches Kursziel von rund 1,1750 USD impliziert. Unsere unverändert verhaltene Sichtweise der Einheitswährung steht zudem im Einklang mit dem zyklischen Gegenwind, den der US-Präsidentschaftszyklus verspricht. Gemäß des typischen Verlaufs des US-Wahljahres setzt ab Juli regelmäßig eine erneute EUR-Verkaufswelle ein, die dann bis knapp vor dem eigentlichen Wahltermin zum zyklischen EUR-Tiefs führt.

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