Hamburg (BoerseGo.de) – Die Analysten von SES Research haben ihre jüngste Kaufempfehlung bekräftigt. Das Kursziel sehen sie nach wie vor bei 48 Euro.

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In einem Brief an ihre Aktionäre hat Solar Millennium die Kritik des deutschen Wochenmagazins Wirtschaftswoche als substanzlos zurückgewiesen. Die Analysten der SES Research nannten die Argumente überzeugend. Die Wirtschaftswoche hatte in ihrer aktuellen Ausgaben die Bilanzierungsmethode des Solar-Unternehmens in Frage gestellt. Zudem sollen laut dem Bericht Probleme bei der Finanzierung weiterer Kraftwerksprojekte absehbar sein. Die Aktie brach darauf ein. Am Montag, dem Erscheinungstag der Wirtschaftswoche, gab sie allein um 25 Prozent nach. Am 23. Februar präsentiert Solar Millennium endgültige Zahlen.

„Die durch den Artikel verursachte jüngste Schwäche der Aktie ist eine sehr gute Kauf-Möglichkeit, da der Investment- Case weiterhin intakt ist“, begründen die Analysten ihr Votum und erläutern weiter: „Die Veröffentlichung der endgültigen Zahlen am 23. Februar wird detailliert Aufschluss über das sehr erfolgreiche Geschäftsjahr 2008/09 geben und der Guidance für 2009/10 Substanz geben.“ Umsatz und EBIT dürften im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent steigen. Solar Millennium habe zudem „eine hervorragende Projektpipeline“. Fünf US-Projekte stünden auf der Fast Track Liste und könnten die Bauphase schon Ende 2010 beginnen. In Spanien werde derzeit Andasol 3 gebaut und die Bauphase von Ibersol im Frühling beginnen.

„Der interne Verkauf von Anteilen an solarthermischen Kraftwerken an Tochterunternehmen in 2005/06 war legal und entsprach den Rechnungslegungsstandards gemäß IFRS. Seitdem hat Solar Millennium fast alle Anteile an seinen solarthermischen Kraftwerken Andasol 1-3 und Ibersol an externe Kunden wie RWE Innogy, ACS Cobra und die Stadtwerke München verkauft. Die vorläufigen Zahlen für 2008/09 zeigen, dass der Verkauf der Anteile sehr profitabel war“, erläutern die Analysten. Solar Millennium verfüge über eine gesunde finanzielle Basis und habe Barmittel von über 100 Millionen Euro. Durch den Verkauf seiner Anteile an den Kraftwerken habe das Unternehmen einen Cash Inflow von mehr als 100 Millionen Euro generiert. Die Nettoverschuldung sei niedrig .

Mit Blick auf die Projekte sagten die Analysten, dass die Deutsche Bank und die Citigroup beauftragt worden seien, die Finanzierung der US-Projekte zu organisieren. Das Unternehmen habe grundsätzlich fünf Möglichkeiten, die Projekte zu finanzieren: Bankdarlehen, Anleihen, Verkauf von Projektanteilen, eine Fonds-Lösung und eine Kapitalerhöhung. „Da Solar Millennium Andasol 3 und Ibersol sogar in der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise in 2009 erfolgreich finanziert hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass dem Unternehmen auch die Finanzierung der US-Projekte gelingen wird, da es in der Finanzmittelbeschaffung ein exzellentes Know-how und einen bewährten Track Record hat“, kommentieren die Analysten.