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Im Zuge der europäischen Staatsschuldenkrise gerät aktuell einmal mehr Spanien in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Lange sträubte sich die spanische Regierung, sich unter den europäischen Rettungsschirm zu begeben, um die damit verknüpften Verpflichtungen und strengen Auflagen bezüglich der Sanierung seines Haushaltes zu vermeiden. Nun erhält Spanien von der Euro-Gruppe jedoch ein Refinanzierungspaket von bis zu 100 Mrd. EUR für dessen Bankenrestrukturierung.

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Laut Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker soll dieser Betrag den Kapitalbedarf abdecken, der vom IWF im Rahmen eines Stresstests mit 40 Mrd. EUR beziffert wurde. Die Gelder hierfür werden aus dem EFSF und dem ESM kommen. Der Vorteil von Spanien gegenüber den anderen Ländern, die bereits finanzielle Hilfe in Anspruch nehmen mussten, besteht darin, dass die Auflagen lediglich für das Bankenrestrukturierungsprogramm gelten werden, jedoch nicht für den spanischen Haushalt. Demnach soll das Geld an den spanischen Bankenrettungsfonds fließen und im Anschluss an die betroffenen Geldhäuser weitergegeben werden. Die Haftung wird hingegen von der spanischen Regierung übernommen.

Was wird also gemacht? Spanien erhält einen Hilfskredit zu einem Zins von rund 3%, der deutlich unter dem Zinssatz liegt, zu dem sich Spanien das Geld am Kapitalmarkt über Platzierungen von Staatsanleihen leihen müsste. Tiefe Einschnitte und somit eine "Entmündigung" in der Haushaltspolitik werden vermieden, da die auferlegten Kreditbedingungen sich auf die Bankenpolitik beschränken. Der größte Vorteil der Liquiditätserhöhung der spanischen Banken durch die europäische Finanzspritze besteht allerdings darin, dass eine voraussichtliche Kapitalflucht aus Spanien und ein Ansturm auf die Banken auf diese Weise vermieden wird.

Auch die deutsche Kanzlerin stärkte den spanischen Reformbemühungen in einer ihrer Grundsatzreden den Rücken: "?wir müssen die spanischen Banken unterstützen, damit diese wiederum den Wirtschaftskreislauf am Leben halten...". Dadurch wird trotz abflachender Konjunktur das Wirtschaftswachstum nicht komplett abgewürgt. Vor allem ist man weiter bestrebt, strenge Auflagen des IWF zu vermeiden, wenn Spanien Hilfen aus Europa in Anspruch nimmt. Solange das Geld nur in den Bankensektor fließt, ist dies nach den Regeln des EFSF auch möglich.

Durch die zur Verfügung gestellte Liquidität könnten sich die Bonitäten der zwei größten spanischen Banken, der Banco Santander und der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria, wieder erhöhen. Durch den Anstieg des Kernkapitals gepaart mit strikten Vorgaben zur Refinanzierung sollten diese Banken wieder Stabilität und das Vertrauen der Anleger erlangen können. Gleichzeitig droht aber auch eine Verwässerung der Anteile von Anlegern in diese Aktien. Dies könnte einen Kursrutsch auslösen.

Anleger sollten beachten, dass die künftige Entwicklung an den Finanzmärkten von vielen Einflussfaktoren abhängig ist. So kann der Ausgang der in Kürze anstehenden Wahl in Griechenland erneut zu Unruhe an den Märkten im gesamten europäischen Wirtschaftsraum führen. Eine schlechte Konjunkturentwicklung und geringes Wirtschaftswachstum können zudem die Schuldentilgung erschweren.

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