Früher kaufte man Anleihen, um ruhig zu schlafen. Heute muss es heißen: „Wer zocken will, kauft Anleihen“.

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Mittlerweile haben wir nach der Griechenland-Krise die Irland-Krise. Und auch Irland muss von der EU – sprich Deutschland und den starken Nationen – gerettet werden. Portugal und Spanien könnten als nächstes an der Reihe sein.

Ich sehe die Eurozone – leider! – derzeit nicht als bedroht an. Solange Deutschland zahlt, kann die Eurozone noch eine ganze Weile weiter machen. Deutschlands Staatsschulden liegen erst bei 80 Prozent der Wirtschaftsleistung. Da ist eine Verdoppelung – leider – locker drin. Also retten wir in Irland wieder die Banken auf Kosten der irischen und deutschen Bevölkerung.

Irgendwann werden sich die aufgestauten Geld- und Schuldenmengen entladen und zu Staatsbankrotten (Deflation) oder Inflation führen. Bei den derzeitig niedrigen Renditen und den hohen Risiken kann es nicht gut sein, Anleihen zu kaufen.

Immer noch gibt es genug billige und sichere Aktien. RWE (WKN: 703712) und E.ON (WKN: ENAG99), Sanofi-Aventis (WKN: 920657), Novartis (WKN: 904278) und Roche (WKN: 851311) bieten inflationssichere Dividenden über vier, fünf oder sechs Prozent. Procter & Gamble (WKN: 852062) bietet drei Prozent, dafür aber Wachstum, Rhön-Klinikum (WKN: 704230) zwei Prozent und Wachstum.

Klar: Siechende Staaten und eine schwindsüchtige Wirtschaft wären auch für diese Titel kein wirklich gutes Umfeld. Aber alle oben genannten Unternehmen werden ihr Geschäft auch in schwierigeren Zeiten weiter betreiben. Ihre Anleihen hingehen sind dann vielleicht futsch.

Überlegen Sie sich, ob Sie zocken wollen. Wer heute gut schlafen will, braucht Aktien und Gold.

Auf gute Investments,

Ihr

Prof. Dr. Max Otte

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